Die Architektur
Den architektonischen Kern des heutigen Museumskomplexes bildet ein spätmittelalterliches Kartäuserkloster mit seinen erhaltenen Kreuzgängen, der Kirche und den Mönchshäusern. Um die Wende zum 20. Jahrhundert kamen neugotische Gebäudeteile an der Frauentormauer hinzu. Während des Ersten Weltkriegs und kurz danach entstanden der Bereich des heutigen Personaleingangs am Kornmarkt und der sogenannte Galeriebau von German Bestelmeyer. Nach schweren Kriegszerstörungen prägen das äußere Erscheinungsbild heute die Bauten des Architekten Sep Ruf aus den 50er und 60er Jahren am Kornmarkt sowie das 1993 entstandene gläserne Museums-Forum mit der heutigen Eingangshalle, gestaltet von der Architektengruppe ME DI UM. Die von Dani Karavan geschaffene »Straße der Menschenrechte« führt zum Museumseingang und setzt einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.
Zur Zeit wird der Galeriebau einer umfangreichen Renovierung unterzogen, die den ursprünglichen großzügigen Charakter des Baus hervortreten lassen wird. In das Erdgeschoss ist die Mittelaltersammlung und die Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte eingezogen, im Obergeschoss wird ab 2009 wieder die Dürerzeit bis zum Barock präsentiert.
Die zweihundert herausragenden Objekte dieser Abteilung sind zur Zeit in der Ausstellung »Faszination Meisterwerk« zu sehen.
