Die Gumbertusbibel. Goldene Bilderpracht der Romanik

01.05. - 27.07.2014

Die um 1180/85 entstandene Gumbertusbibel aus Ansbach gehört zu den prächtigsten Handschriften des Hochmittelalters. Aufgrund ihres eindrucksvollen Formats und ihres Gewichts von 40 kg zählt sie zur Gattung der Riesenbibeln, die seit dem 11. Jahrhundert erst in Italien und dann nördlich der Alpen produziert wurden. Bemerkenswert ist ihre überreiche künstlerische Ausstattung: Neben figürlichen Initialen zieren elf ganzseitige Malereien in Deckfarbenmalerei die Handschrift.

Farbenpracht und Dekor

Die Gumbertusbibel steht einer farbenprächtigen Gruppe von Handschriften nahe, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Regensburg illuminiert wurden. Sie belegen die große künstlerische Innovation der Regensburger Schreibstuben. Vergleichbare dekorative Elemente finden sich auch in der Regensburger Bauplastik und den Wandmalereien am Ende des 12. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert ein bislang nahezu unbekanntes Objekt. Sie zeigt erstmals im Vergleich mit anderen Originalen die fruchtbaren Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Bildgattungen und damit seine Entstehung im Kontext der hochmittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte.

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Gumbertusbibel (fol. 247v Hiob)
Wandfliese aus St. Emmeram in Regensburg

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Attraktives Begleitprogramm mit Führungen, Konzert und Vortragsreihe (pdf)

Die Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums findet in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Institut für Alte Sprachen, Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg statt.
 

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