Theodor Pixis, Tausend Meter über München, 1890, München, Deutsches Museum

Von oben gesehen: Die Vogelperspektive

20.11.2014 – 22.02.2015


Mit Jacopo de’ Barbaris Riesenholzschnitt von Venedig aus dem Jahr 1500 entwickelte sich die Vogelperspektive in der europäischen Kunst zu einem geläufigen Bildmotiv.

Sie diente zunächst den Herrschenden als sinnfälliger Ausdruck von realer oder beanspruchter Macht über ein bestimmtes Gebiet. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten immer breitere Bevölkerungsschichten den Blick „von oben herab“ in die Weite: von Berggipfeln, erhöhten Aussichtspunkten, von Kirchtürmen oder mehrgeschossigen Wohnhäusern.

Neue technische Errungenschaften wie der Heißluftballon, waghalsige Turmbauten (wie der Eiffelturm) und nicht zuletzt das Flugzeug intensivierten diese Erfahrung. Den Menschen erschlossen sich plötzlich neue Wahrnehmungshorizonte, die unter anderem im 19. Jahrhundert in der impressionistischen und im frühen 20. Jahrhundert in der abstrakten Kunst ihren Widerschein fanden.

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