Vor- und Frühgeschichte

Die 2006 eröffnete Dauerausstellung stellt den ältesten Abschnitt der Kulturgeschichte des Menschen dar. Der überregional und nach Zeitepochen angelegte Rundgang umfasst mehrere Jahrhunderttausende. Er beginnt mit den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit und führt hin zur Zeit Karls des Großen um 800 n.Chr., wo ein nahtloser Übergang zum Ausstellungsbereich „Mittelalter“ erfolgt. Da im heutigen Mitteleuropa Schriftquellen aus diesem Zeitraum weitgehend fehlen, dienen archäologische Bodenfunde als Grundlage für seine Erforschung. Zu den Glanzlichtern der Ausstellung gehören der bronzezeitliche Goldhut von Ezelsdorf/Buch (13.‒9. Jh. v.Chr.), der wohl bei Kulthandlungen von einem Priester getragen wurde, und die mit roten Almandinsteinen besetzte goldene Adlerfibel von Domagnano (um 500 n.Chr.), die vermutlich einer Dame am Hof des Ostgotenkönigs Theoderich gehört hat.

Der Ausstellungsrundgang

Der erste Teil thematisiert die in etwa bis zur Zeitenwende um Christi Geburt reichenden urgeschichtlichen Epochen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Sie sind geprägt von grundlegenden kulturgeschichtlichen Entwicklungsschritten, wie dem Übergang zu einer sesshaften Lebensweise und der Erschließung neuer Werkstoffe. Ein weiterer Teil widmet sich den Römern, die mehr als ein halbes Jahrtausend lang weite Teile der antiken Welt beherrschten. Im Anschluss werden die Zeit der Völkerwanderung sowie der Aufstieg der fränkischen Herrschergeschlechter der Merowinger und Karolinger, der sich seit der Mitte des 5. Jahrhunderts n.Chr. vollzog, dargestellt. Mit der Annahme des christlichen Glaubens trugen sie entscheidend zur weiteren kulturgeschichtlichen Entwicklung in Europa bei.

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Ausstellungsräume und weitere Objekte

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