Gewerbemuseum

Im Rittersaal

Die Aufstellung von Teilen des Gewerbemuseums – ausgestellt sind etwa 5 % des gesamten Bestandes - im Rittersaal des Germanischen Nationalmuseums geschah 1989. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der frühere Träger der Sammlung, die Landesgewerbeanstalt Bayern, vollkommen umstrukturiert und die früher so genannte Mustersammlung als Leihgabe dem GNM übergeben. Die Unterbringung in einem südwestlichen Gebäudeteil des Museumskomplexes mit neogotischer Raumkonzeption entsprach den Exponaten in besonderer Weise, da viele Objekte aus der Zeit des Historismus stammen und somit stilistisch mit der Raumausstattung korrelieren. Angelehnt an die frühere Sammlungsstruktur des Gewerbemuseums sind die Exponate in den Vitrinen überwiegend nach Materialgruppen aufgestellt. Räumliche Gegebenheiten nutzend sind Sitzmöbel vor den Pfeilern präsentiert. In den Pultvitrinen unter der südlichen Fensterseite werden einzelne Materialbereiche und ihre Techniken schwerpunktmäßig gezeigt.

Schwerpunkte

Nach der ersten Weltausstellung 1851 in London erlangten Kunsthandwerk und Kunstgewerbe besondere Beachtung. Dies führte zu zahlreichen Museumsgründungen in Europa: so auch des Bayerischen Gewerbemuseums Nürnberg 1869. Seine Sammlung umfasst ca. 16.000 Gegenstände, die sich seit 2003 als Leihgabe des Freistaats Bayern im GNM befinden. Die Sammlungsstruktur war auf Internationalität ausgelegt: Exponate aus Fernost, dem Vorderen Orient und Amerika. Chronologisch spannen die einzelnen Objekte einen Bogen von der Antike bis in die 1960er Jahre. Besonders erwähnenswert sind die Objekte aus der Zeit um 1900, als der Direktor des Gewerbemuseums die kunstgewerblichen Meisterkurse ins Leben rief und damit auch zur Reform im Kunstgewerbe beitrug.

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Bugholzstuhl Nr. 14
Prunkbowle
Vier Emailvasen

Ausstellungsräume und weitere Objekte

Gewerbemuseum
Gewerbemuseum
Gewerbemuseum
Gewerbemuseum
Großer Deckelpokal
Großer Deckelpokal
Anton Seder, Theodor Heiden, München, dat. 1888
Kassette
Kassette
Entwurf: Richard Riemerschmid, 1904, Ausführung: Isis-Werke, Walter Scherf & Co. Nürnberg