Medizin und Handwerk

Die Dauerausstellung widmet sich zwei unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, dem Apothekenwesen und den medizinischen Instrumenten sowie der Handwerksgeschichte. Die räumliche Verknüpfung in einem Rundgang eröffnet einen spannenden Blick auf ganz unterschiedliche Gewerbe, Arbeits- und Repräsentationsmittel. Das Teilmobiliar aus der Öhringer Hirschapotheke und die teils kuriosen Gerätschaften und Ingredienzien lassen eine Apotheke des 18. Jahrhunderts lebendig werden. Demgegenüber künden die medizinischen Instrumente von einem hohen Heilungsanspruch wie auch dem schmerzhaften Weg dahin. Städtische Handwerker waren bis ins 19. Jahrhundert oft in Zünften organisiert. Einen Eindruck vom Facettenreichtum dieser kaum bekannten Kultur vermitteln die Truhen und Laden, Herbergszeichen, Bahrtuchschilder oder auch das Trinkgeschirr. Neben kostbaren Pokalen wie dem Willkomm der Fleischhauer zu Riga faszinieren auch die filigranen Meisterstücke der Nürnberger Brillenmacher.

Eine Dauerausstellung, zweimal anders erleben

Die Ausstellung ist durch zwei gegenüberliegende Zugänge zu betreten. Auf der einen Seite befinden sich die Inszenierung einer Apotheke und zahlreiche medizinische Instrumente. Zu sehen ist auch die transportable Feldapotheke des Fränkischen Kreises. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine große Auswahl an funkelnden "Zunftschätzen" präsentiert. Die ungeheure Vielfalt der von Rotschmieden hergestellten Waren verblüfft genauso wie die Qualität der unterschiedlichen Meisterstücke. Auf das geschäftsmäßige und gesellige Innenleben der Zünfte verweisen deren Funktionsrequisiten und voluminöses Trinkgeschirr.

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Regal aus der Offizin der Hirschapotheke zu Öhringen
Siebzehn Meisterbrillen der Nürnberger Brillenmacher

Ausstellungsräume und weitere Objekte

Medizin und Handwerk
Medizin und Handwerk
Wurstbügel
Wurstbügel
1601
Schenkkanne der Nürnberger Zinngießergesellen
Schenkkanne der Nürnberger Zinngießergesellen
Christoph Wilhelm Marx, 1784