Goldbrokat und Glitzerstein. Neu entdeckter Verzierungsreichtum eines spätmittelalterlichen Reliefs

Studioausstellung 29.03. - 02.09.2012 in der Dauerausstellung "Spätmittelalter"

Aus dem Depot in die Dauerausstellung: eine vom Institut für Kunsttechnik und Konservierung (IKK) betreute Diplomarbeit ermöglichte es 2011, die „Grablegung Christi“ (um 1500) aus dem Gebiet des Niederrhein umfassend zu untersuchen und zu restaurieren. Das farbig gefasste Relief aus Walnussholz war ursprünglich wohl Teil eines Passionsaltars. Es schildert vor einer Landschaft die Grablegung Christi. Die Konservierung und Restaurierung umfasste festigende Maßnahmen am Holzbildträger und an der farbigen Fassung. Erst die umfangreiche Reinigung und die Abnahme eines braunen Überzugs aus jüngerer Zeit brachte jedoch die besonders reiche und gut erhaltene Gestaltung der Oberflächen zum Vorschein. Die Vielfalt und Qualität der Verzierungen aus geprägten Massen, Blattmetallen, Streumaterialien und Messingblech sind einzigartig am Skulpturenbestand des Germanischen Nationalmuseums.

Das restaurierte Relief konnte in einer eigenen Präsentation bestaunt werden, bevor es einen dauerhaften Platz in der Schausammlung erhielt. Einblicke in die Restaurierungsarbeiten und Informationen über die sensationellen Untersuchungsergebnisse wurden auf einer Tafel neben dem Exponat dokumentiert.

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