Ungeliebtes Inventar. Die Abgusssammlung des GNM

15.12.2002 - 30.03.2003

Das Germanische Nationalmusem besaß eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen von Gipsabgüssen im deutschen Sprachraum. Von der Gründungszeit an bis um 1890 war sie, insbesondere durch die einzigartige Förderung deutscher Fürstenhäuser und Kommunen, Industrieller und kunstbegeisterter Gelehrter, systematisch und kontinuierlich aufgebaut worden. Auf diese Weise war ein Überblick zur deutschen Bildhauerkunst vom keltischen Götzenbild bis zu den herausragenden Zeugnissen der Renaissanceskulptur entstanden. Ein großer Teil der Nürnberger Bestände ging im Zweiten Weltkrieg bei der Bombardierung der Stadt verloren. 300 der überlebenden Gipsabgüsse sowie etwa 200 galvanoplastische Kopien von Plaketten werden erstmals wieder ins Licht der Öffentlichkeit gestellt.