Die mittelalterlichen Bronzen im Germanischen Nationalmuseum


Projektlaufzeit:
2001 - 2011

 

Mittelalterliche Bronzen sind ein Spezialgebiet des Kunsthandwerks, das im Germanischen Nationalmuseum besonders reich vertreten ist. Der Begriff Bronze steht hier entsprechend der traditionellen Terminologie, das heißt es handelt sich um Gusswerke aus Kupferlegierungen, wobei sowohl Kupfer-Zinn- wie auch Kupfer-Zink-Legierungen gemeint sind.

Neben wenigen Gusswerken großen Formats – Figuren und Glocken – sind im Museum überwiegend Kleinbronzen versammelt, vom Altarkreuz über Leuchter, Rauchfässer und Aquamanilien bis zu Mörsern und Schmuck. Der Funktionszusammenhang der Objekte aus der Zeit der Karolinger bis ca. 1500 reicht vom sakralen bis profanen Gebrauch und die Vielfalt der Formen von der freiplastischen Figur bis zum schmucklosen Gerät. Die handwerkliche Ausführung umfasst eine Spannbreite von feiner Goldschmiedearbeit bis hin zu reduzierter Formensprache, die typisch für Arbeiten mittelalterlicher Bronzegusswerkstätten ist und deren besonderen Reiz ausmacht.
Der geographische Rahmen konzentriert sich gemäß dem Sammlungsauftrag des Germanischen Nationalmuseums auf den deutschen Sprachraum. Dies entspricht allerdings auch der Überlieferungssituation mittelalterlicher Bronzen, die sich in größerer Dichte vor allem hier erhalten haben.

 

Publikation:

Ursula Mende. Die mittelalterlichen Bronzen im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskataloge des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 2013. Best.-Nr: 753

Bestellen im Verlag des GNM

 

  • Projektmitarbeiter

    Dr. Ursula Mende, assoziierte Wissenschaftlerin

  • Förderung:

    Deutsche Forschungsgemeinschaft

    www.dfg.de