Projekte des IKK: Pedekon

Projektlaufzeit: 2000 – 2001


Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum München.

Die Anwendung von DDT in unterschiedlichen Verbindungen war bis in die 70iger Jahre des 20. Jahrhunderts vor allem in volkskundlichen Sammlungen als Pestizid verbreitet. Das Nervengift ist mittlerweile verboten, befindet sich aber noch immer in den Sammlungsobjektes und baut sich dort in saure Produkte ab, die die organischen Werkstoffe zerstören.

Die in Laborversuchen durchgeführte Entfernung der DDT-Verbindungen mit überkritischem Kohlendioxid (CO2) erbrachte eine Reinigungsrate von 95% für reine Gewebe wie Leinen, Seide, Wolle und Baumwolle. Die Gifte können noch nicht entfernt werden von Glas, Leder, Horn, Federn oder anderen Werkstoffen, die vor allem bei ländlicher Kleidung als applizierter Schmuck dienen.

Nach einer Umfrage gibt es in allen deutschen Museen ca. 282.000 verseuchte Textilien. Daher ist eine technische Fortentwicklung dieses Verfahrens wirtschaftlich ratsam. An diesem Ziel wird zurzeit gearbeitet.
Der Projektbericht steht den Interessenten als Download zur Verfügung:

Teil 1: Zusammenfassung (PDF)
Teil 2: Anhang (PDF)


Information:

Oliver Mack