Bestandskatalog der Grabdenkmäler


Projektlaufzeit:
2011-2015

Bestand

Mit seinen etwa 370 Grabdenkmalen besitzt das Germanische Nationalmuseum eine der größten Sammlungen ihrer Art. Neben hochmittelalterlichen Sarkophagen, zählen dazu figürliche Steinplatten des Spätmittelalters, Wappen- und Figurengrabsteine der Frühen Neuzeit. Eine umfangreiche Bestandsgruppe wird von den so genannten Messing-Epitaphien gebildet, Metallgüssen, die einst auf Steingrabplatten installiert waren und anschauliche Zeugnisse der Gedächtniskultur, von Standesstolz und Handwerksgeschichte darstellen. Darüber hinaus existieren eine kleine Anzahl jüdischer Grabsteine des Mittelalters süddeutscher Provenienz, eine Gruppe schmiedeeiserner Monumente des 18. und 19. Jahrhunderts sowie einzelne Grabsteine des 19. und 20. Jahrhunderts, die Schlaglichter auf die Sepulkralkultur der jüngeren Vergangenheit werfen.

Vorhaben

Sämtliche Objekte werden erstmals einheitlich erfasst und wissenschaftlich bearbeitet. Dazu gehören auch exakte Materialbestimmung und Untersuchung auf ursprüngliche farbige Bemalung. Schöpfer und Datierung werden dabei ebenso in den Blick genommen wie die historischen Gestalten, denen die Denkmäler gelten. Besondere Bedeutung besitzen zudem die Interpretation von Inschriften, Wappen und anderen Elemente bildhaften Charakters. Die Bearbeitung der einzelnen Objekte wird somit die Grundlage darstellen, Sepulkralkultur und Sepulkralkunst im deutschen Sprachraum noch detaillierter und besser verstehen zu können.

Weitere Formen der Veröffentlichung:

Erscheinungstermin des Katalogs 2016

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