Die deutsche Tafelmalerei
des Spätmittelalters

Kunsthistorische und kunsttechnologische Erforschung der Gemälde im Germanischen Nationalmuseum 

 

Projektlaufzeit: 2013-2016
Förderung:
Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen der Förderlinie "Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen" (SAW-Verfahren 2012)


Im April 2013 fiel der Startschuss für ein großangelegtes, von der Leibniz-Gemeinschaft gefördertes Forschungsprojekt zur deutschen Tafelmalerei des Spätmittelalters am Germanischen Nationalmuseum.
Ziel ist die wissenschaftliche Bearbeitung des museumseigenen Bestandes von etwa 250 Gemälden des 13. bis 15. Jahrhunderts. Die Sammlung zählt weltweit zu den größten und bedeutendsten ihrer Art. In der ersten Phase der Bestandserarbeitung liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der fränkischen Malerei.
 

Die Werke werden von einem Forscherteam aus Kunsthistorikern und Kunsttechnologen bearbeitet. Das Team untersucht zunächst Maltechnik und Entstehungsgeschichte der Gemälde sowie die durch Alterung und Überarbeitungen bedingten Veränderungen des ursprünglichen Erscheinungsbildes. Weiter werden die künstlerischen Charakteristika, Ikonographie und Darstellungstraditionen der Werke aufgearbeitet. Auf dieser neuen Basis lässt sich die bisherige kunsthistorische Einordnung jedes einzelnen Gemäldes, seine Datierung, regionale Einordnung und die Zuschreibung an einen Künstler, kritisch prüfen und korrigieren.

Die Klärung von Erwerbsgeschichte, Herkunft und ursprünglichem Standort gibt Aufschluss über den ehemaligen Bestimmungszweck der heute aus ihrem Funktionszusammenhang herausgerissenen Werke. In übergreifender Perspektive werden dabei auch neue Erkenntnisse zur Rolle der Bilder als Bedeutungsträger, zur religiösen Praxis im Spätmittelalter sowie den Produktionsbedingungen im damaligen Werkstattbetrieb gewonnen.

Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der deutschen Malerei vor 1500 und bietet künftiger Forschung eine neue Grundlage. Die Ergebnisse werden in einem Bestandskatalog veröffentlicht. Zudem ist eine ergänzende Online-Präsentation geplant.


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Der Gemäldebestand  
Kunsttechnologische Untersuchungen  
Untersuchungsergebnisse online  

 

Projektmitarbeiter
 

Dr. Dagmar Hirschfelder (Projektleiterin, Kunsthistorikerin)
Dr. Joshua Waterman (wiss. Mitarbeiter, Kunsthistoriker)
Dr. Daniel Hess (Sammlungsleiter, Kunsthistoriker)
Beate Fücker (Kunsttechnologin)
Dr. Katja von Baum (Kunsttechnologin)
Lisa Eckstein (Kunsttechnologin)
Oliver Mack (Leiter des IKK, Kunsttechnologe)
Judith Hentschel (wiss. Hilfskraft)
Isabel Hauenstein (stud. Hilfskraft)
Susanne Wagner (stud. Hilfskraft)

 

Wissenschaftliche Infrastruktur

 

Sammlung Gemälde bis 1800/Glasmalerei, Dr. Daniel Hess (Leitung)
Institut für Kunsttechnik und Konservierung, Oliver Mack (Leitung): Martin Tischler (Röntgenaufnahmen), Markus Raquet und Ilona Stein (RFA-Untersuchungen)
Museums- und Kulturinformatik, Siegfried Krause (Leitung), Mark Fichtner (Wissenschaftliche Kommunikationsinfrastruktur)
Wissenschaftsmanagement und Marketing, Dr. Andrea Langer (Leitung)
Presse/Medien, Dr. Sonja Mißfeldt
Fotoarbeiten, Georg Janßen und Monika Runge

 

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