Digitalisierung und Erschließung von Porträtfotografien des DKA ("DIGIPORTA")


Projektlaufzeit:
2012 - 2014
Projektförderung: Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des „Paktes für Forschung und Innovation“

 
Das Deutsche Kunstarchiv besitzt innerhalb seiner knapp 1.400 Bestände zahlreiche Porträtfotografien, die
sowohl aus dem privaten als auch aus dem beruflichen Kontext der jeweiligen Personen stammen. Diese sind bislang nur schwer aufzufinden und nur zu einem geringen Bruchteil digitalisiert. Das Projekt hat zum Ziel, die viel gefragten Porträtfotografien zu digitalisieren, mit Metadaten zu erschließen und der Forschung in einer Internet-Datenbank zugänglich zu machen.

Das Erschließungsprojekt „DigiPortA“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von neun Archiven der Leibniz-Gemeinschaft. Unter der Federführung des Archivs des Deutschen Museums, München, sollen insgesamt 33.000 Porträts aufgenommen und in einem innovativen Ansatz der Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Mit einer Konzentration auf Personenporträts aus Kunst, Wissenschaft und Technik des 19. und 20. Jahrhunderts wird das Angebot zur elektronischen Biografik in unikaler Weise erweitert. Durch einen Provenienznachweis und die Beschreibung der übergeordneten Sammlung werden der biografiehistorischen Forschung reichhaltige Quellenbestände neu erschlossen und nachgewiesen. Das Deutsche Kunstarchiv wird in diesem Rahmen rund 4.500 Porträtfotografien digitalisieren und erfassen.

Projektverlauf

Bislang ist es schwierig, Fotografien in größeren (eventuell sogar unverzeichneten) Konvoluten des Deutschen Kunstarchivs zu recherchieren. Zudem befinden sie sich häufig in einem nicht immer guten konservatorischen Zustand und sind in den seltensten Fällen digitalisiert. Die für das Projekt vorgesehenen Porträtfotografien werden recherchiert, ihre Metadaten in die archiveigene Datenbank eingegeben, mit Normdaten verknüpft, die Vorlagen digitalisiert und anschließend archivgerecht verwahrt. Berücksichtigt werden bei diesem Projekt alle Aspekte der Aufarbeitung: die konservatorische Behandlung der Fotografien, die quellenkritische Herangehensweisen an die Vorlagen, die Normierung von personenbezogenen Daten, die Beachtung digitaler Standards, anfallende rechtliche Problematiken, die Formen der Präsentation etc. Durch einheitliche Standards der Erfassung ist der Anschluss an nationale Portale möglich und beabsichtigt.

Projektziel

Projektziel ist es, einen Beitrag zur Wiederentdeckung biografischer Forschung zu leisten, bei der nicht allein Einzelpersönlichkeiten im Vordergrund stehen, sondern bei der gruppen- und schichtenbezogene Konzepte unter Berücksichtigung des jeweiligen historischen Kontextes mit einbezogen werden. Am Beispiel der Quellengattung „Porträt“ werden die Potenziale der kooperativen Erschließung, Digitalisierung und Präsentation von Bildquellen für die „elektronische Biografik“ demonstriert und die Bedeutung der Archivbestände in den Leibniz-Einrichtungen aufgezeigt. Zu den von der forschenden Öffentlichkeit häufig nachgefragten Porträts von Wissenschaftlern, Technikern, Industriellen, Architekten, Künstlern, Adeligen sowie zu berufsrepräsentativen Darstellungen etc. wollen die beteiligten neun Leibniz-Archive neuartige und vielseitig kombinierbare Daten zur Verfügung stellen, diese im Internet mit den Images der Porträts verlinken (soweit rechtlich zulässig) und durch zahlreiche Rechercheinstrumente neue Forschungsressourcen schaffen.


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Projektmitarbeiter

Dr. Birgit Jooss, Lisa Einzmann