Musices

 

Musikinstrumenten-Computertomographie-Examinierungs-Standard

 

 

Projektlaufzeit: November 2014 bis Oktober 2017
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft 

 

Gemeinsam forschen und standardisieren

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt MUSICES entwickelt das Germanische Nationalmuseum (GNM) gemeinsam mit dem Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) in Fürth einen Leitfaden für die dreidimensionale Röntgen-Computertomographie (3D-CT) von Musikinstrumenten. Beide Projektpartner erarbeiten erstmals Untersuchungsstandards, die mittelfristig unabhängig von eingesetzten Geräten und Bedienpersonal auch über den Bereich der Musikinstrumente hinaus für andere Kulturgüter oder die Industrie hilfreiche Ergebnisse erwarten lassen.

Das EZRT beschäftigt sich in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Röntgenmikroskopie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg seit mehr als zehn Jahren mit der Erforschung und Entwicklung neuer Röntgenprüfmethoden. Sie finden bespielsweise in der Industrie im Bereich der Materialcharakterisierung, der prozessintegrierten Bauteilprüfung und der zerstörungsfreien Messtechnik Anwendung. Am Standort Fürth des EZRT arbeiten derzeit etwa 80 Wissenschaftler und Techniker unter anderem auf den Gebieten der Röntgenstrahlerzeugung, der Röntgensensorik für Strahlungsenergien zwischen 10 und 10.000 keV, der CT-Datenerfassung und -rekonstruktion, an Verfahren zur Mehrspektren-Materialanalyse und zum Einsatz der CT für metrologische Anwendungen wie z.B. dimensionelles Messen sowie an Algorithmen zur Korrektur und Auswertung der Bilddaten.

Der MUSICES-Standard wird die Bedingungen für eine wissenschaftlich relevante und praxisnahe Abbildung von Musikinstrumenten formulieren. Repräsentative Beispiele, die während der Projektlaufzeit durchgeführt werden, gewährleisten die Anwendbarkeit der technischen Parameter. Ein internationales Expertenteam begleitet die Untersuchungen beratend. Dafür strebt das Projekt die Zusammenarbeit u.a. mit ICOM-CIMCIM, der American Musical Instrument Society (AMIS) sowie der EU-geförderten COST-Aktion Wood Musick an. Mit Best-Practice-Empfehlungen versehen, wird es den ebenfalls im GNM im Rahmen des EU-Projekts MIMO erarbeiteten Digitalisierungsstandard ergänzen.


Weiterführende Links
Standard für die kunsttechnologische 3D-Computertomographie
MIMO-Datenbank

 

Erstes internationales Expertengespräch im Mai 2015 (nicht öffentlich)

 

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Forschungsteam

Dr. Frank Bär (Projektleitung)
Dipl.-Rest. Sebastian Kirsch M.A. (Projektkoordination)
Dipl.-Rest. Markus Raquet   
Dipl.-Rest. FH Meike Wolters-Rosbach
Dr. Markus Zepf (Projektkoordination November 2014 – Mai 2015)

 

 

Wissenschaftliche Infrastruktur

Institut für Kunsttechnik und Konservierung, Oliver Mack (Leitung)


Projektmitarbeiter

Fraunhofer-Institut Integrierte Schaltungen (IIS) Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT)

Dr. rer. biol. hum. Dipl. Phys. Theobald Fuchs
Dipl. Ing. Christian Kretzer
Dipl. Ing. Gabriele Scholz
Dr. rer. nat. Rebecca Wagner

Mitantragsteller

Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Staatliche Museen zu Berlin - Ethnologisches Museum
Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Kooperationspartner

Musée des instruments de musique / Muziekinstrumentenmuseum, Brüssel    
University of Edinburgh
Philharmonie de Paris

 

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GNM Highlight
aus der Dauerausstellung

Downloads

 

Datenblatt MUSICES

 

MUSICES-Expertenmeeting und COST-Tomo-Workshop (T. 1 2 3)

 

MUSICES-Newsletter 2015-01 und 2015-02

 

MUSICES-Expertenumfrage 2016/1