Wege in die Moderne

Die Neukonzeption der Dauerausstellung von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg

 

Projektlaufzeit: 2010-2012
Förderung:
Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des „Paktes für Forschung und Innovation“


Das Germanische Nationalmuseum besitzt umfangreiche Bestände aus der Zeit von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Nahezu jede Abteilung bewahrt Objekte aus dem langen 19. Jahrhundert. In der Dauerausstellung des Museums ist nur ein Bruchteil dieser Bestände zu sehen und wird dort im abteilungsspezifischen Kontext präsentiert.

Das Forschungsprojekt „Wege in die Moderne“ versteht sich als fundamentaler Beitrag zur künftigen Neupräsentation des 19. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Durch die Zusammenarbeit aller mit dem 19. Jahrhundert befassten Spezialsammlungen werden zum einen ausgewählte thematische Einheiten aus den vorhandenen Beständen erarbeitet, zum anderen die konservatorischen Rahmenbedingungen der Ausstellungsräume und die Vermittlung der Inhalte optimiert.

Entsprechend dieser Zielsetzung sind im Projekt drei primäre Aufgaben definiert: Es werden bisher wenig beachtete Bestände erschlossen und wissenschaftlich aufgearbeitet, eine adäquate Ausstellungsbeleuchtung für möglichst alle Exponate erprobt und neue Vermittlungsangebote für die künftigen Besucher entwickelt. Aus der Trias von wissenschaftlicher Objektforschung, technologischer Untersuchung und besucherorientierter Vermittlung wird die Basis für die innovative Präsentation einer Epoche gelegt, die auf verschlungenen und teilweise widersprüchlichen Wegen das Zeitalter der Moderne einläutete.

Die geplante Dauerausstellung

Mit einer abteilungsübergreifenden, kulturgeschichtlich orientierten Präsentation wird die künftige Dauerausstellung zum 19. Jahrhundert den aktuellen Stand der Museumsforschung aufnehmen und mit gestalten. Geplant ist, Objekte unterschiedlicher Lebensformen mit Werken der bildenden Kunst, des Kunsthandwerks und der so genannten Volkskunst zusammen zu führen und sie in thematischen Einheiten zu zeigen. Erste Ansätze in diese Richtung wurden mit den 2002 eröffneten Dauerausstellungen „Bürgerliche Kunst und Kultur des 19. Jahrhunderts“ und „Kleiderwechsel“ unternommen. Im Projekt werden drei thematische Einheiten aufbereitet, die exemplarisch für die vielfachen Innovationen, Widersprüche und Irrwege jener Zeit stehen: Weltausstellungen, Medienexplosion und Musikkultur.

Weltausstellungen
Medienexplosion
Musikkultur

Ergebnisse

Die Projektresultate werden in Form einer eigenen, für März bis August 2014 geplanten Sonderausstellung gezeigt. Diese Ausstellung soll nicht nur Forschungsergebnisse zu wenig bekannten Objektbeständen vorstellen, sondern auch deren Präsentationsform erproben, die erstellte Ausstellungsbeleuchtung testen und die entwickelten Vermittlungsangebote umsetzen. Auf diese Weise leistet die Sonderausstellung die entscheidende Vorarbeit für die geplante Dauerausstellung zum 19. Jahrhundert.

Die Ergebnisse aus der Erschließung der Objektbestände werden im hauseigenen Dokumentenmanagementsystem GNM-DMS eingepflegt, sind online recherchierbar und so für Besucher wie Forscher langfristig zugänglich.

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Projektmitarbeiter

Dr. Jutta Zander-Seidel, Projektleitung
Dr. Roland Prügel, Koordination
Dr. Markus Zepf
Frank Heydecke
Roland Damm
Frank Stolpmann
Dr. Barbara Rök
Evelyn Smoler M.A.
Dr. Stephanie Gropp (bis März 2013)

 

Beteiligte Sammlungen

Kooperationspartner