WissKI II: System-Diagramm

WISSKI II

Wissenschaftliche Kommunikations-Infrastruktur

 

Projektlaufzeit: 2014-2016

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 
Die Veröffentlichung, Archivierung und die nachhaltige Nutzbarkeit von Primärdaten sind ein zentrales Desiderat der Forschung nicht nur im Bereich des Kulturerbes. Lösungen werden zunehmend in der Anwendung von semantischen Technologien gesucht, die allerdings oft hoch komplex sind und bisher nur experimentellen Charakter haben.

Das vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (GNM), dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn (ZFMK) und dem Lehrstuhl Digital Humanities der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen initiierte Projekt WissKI hat mit der Erstellung des Erlangen CRM einen wichtigen Baustein zur praktischen Umsetzung von Lösungsansätzen beigesteuert.

Im Rahmen des Projekts wurde ein auf Internettechnologien basiertes System entwickelt, das die wissenschaftliche Kommunikation und Dokumentation im Bereich des kulturellen Erbes mithilfe einer Ontologien-gestützten Wissensverarbeitung unterstützt und dabei für die interne Datenhaltung konsequent den ISO zertifizierten CIDOC-CRM Standard nutzt. Weitere Informationen zu der so entstandenen Softwareplattform finden Sie auf www.wiss-ki.eu

Ziele

Die Ziele des Folgeprojekts WissKI II leiten sich aus den im Vorgängerprojekt entstandenen Forschungsfragen und den Rückmeldungen aus der Forschungsgemeinschaft ab und umfassen folgende drei Bereiche:

1. Aktualisierung und Weiterentwicklung des bestehenden Softwaresystems

Die derzeitige Version der WissKI-Software, die auf einer Vielzahl an Softwarekomponenten und Technologien Dritter basiert, wird auf den jeweils aktuellen Stand ihrer Komponenten gebracht. Dabei orientieren sich die Pflege sowie die Erweiterungen des Systems stets an die Benutzer und haben eine Steigerung der Akzeptanz zum Ziel. Darüber hinaus ermöglicht der Ausbau der Import/Export-Schnittstellen den zukünftigen Einsatz des Systems auch für weitere Benutzergruppen und in verschiedenen Systemkonstellationen. So wird WissKI zu einem Provider für Linked Data nach aktuellen Richtlinien ausgebaut sowie WissKIs semantisches Konzept auf Bild, Video- und Audiodateien erweitert.

2. Erkenntnistransfer im praktischen Umgang mit semantischen Technologien

Auf der Basis der gewonnen Erkenntnisse im Projekt wird eine zentrale Anlaufstelle im Bereich der semantischen Technologien für das digitale Kulturerbe aufgebaut. Wissenschaftler/innen erhalten hier Hilfe, Beratung und Ausbildung im Umgang mit Standards zum Erhalt der Bedeutung von Daten, insbesondere des CIDOC Conceptual Reference Model (CRM, ISO 21127). Im Verlauf des Projektes soll ein Portal für die wissenschaftliche Öffentlichkeit geschaffen werden sowie wichtige Themen in entsprechenden Foren und Mailinglisten zur Diskussion in der Fachgemeinschaft bereitgestellt und die Ergebnisse in Form von Leitfäden publiziert werden. Ein wichtiger Bestandteil des geplanten Verstetigungskonzeptes ist dabei das Erreichen einer kritischen Menge an Nutzern und Anwendungsszenarien, das es ermöglichen soll, das WissKI-System mittelfristig auch unabhängig von öffentlicher Förderung weiterzuentwickeln und zu pflegen.

3. Unterstützung des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses durch semantische Datenverarbeitung

Um den bestehenden Retrievalmechanismus zu erweitern, werden semantische Analysewerkzeuge entwickelt, die die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zu komplexen Sachverhalten mithilfe von benutzerfreundlichen Anfragevorlagen unterstützen. Dabei helfen neue Visualisierungsmethoden wie Karten, Zeitstrahlen oder Graphen, neue Beziehungen zwischen den Daten zu erkennen. Darüber hinaus erweitert der Einsatz von Inferenzmechanismen zusätzlich die Recherchemöglichkeiten auf in den Daten implizit enthaltenes Wissen und erleichtert die Qualitätssicherung der Daten durch Konsistenzprüfung. 
 

Weitere Informationen

Projektwebseite
Bereitstellung der aktuellen CIDOC-CRM Ontologie in OWL-DL 1.0
WissKI bei Facebook
 

  • Projektmitarbeiter

    Dr. Siegfried Krause (Projektleitung)
    Kerstin Reinfandt M.A. (wiss. Mitarbeiterin)

    Kooperationspartner

    Prof. Dr.-Ing. Günther Görz (FAU)
    Dipl.-Inf. Martin Scholz (FAU)
    Dipl.-Inf. Dorian Merz (FAU)
    Dr. Peter Grobe (ZFMK)
    Maria Anna Pfeifer (ZFMK)

     

     
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