Hugo Höppener, gen. Fidus, Lichtgebet, Fassung von 1922, Copyright: Archiv der deutschen Jugendbewegung

Aufbruch der Jugend. Deutsche Jugendbewegung zwischen Selbstbestimmung und Verführung

26.09.2013 - 19.01.2014


Als „Fest der Jugend“ wurde es bejubelt: das Meißnerfest im Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner in Hessen. Mehrere Tausend Anhänger der Freideutschen Jugend versammel- ten sich damals, um für Selbstbestimmung und Eigenver-antwortung zu kämpfen.

Die 100. Wiederkehr dieses wegweisenden Ereignisses nimmt das Germanische Nationalmuseum zum Anlass für eine Ausstellung, die sich vorwiegend der bürgerlichen Jugendbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widmet. Jugend – als eigene Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter – ist ein Produkt des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Begriff stand bald für Erneuerung, Zukunft und Aufbruch. Auf der Suche nach alternativen Lebensformen strebten vor allem Künstler und Lebensreformer dem Ideal der Jugend nach. Weite Verbreitung fanden ihre Ideen z. B. in der Zeitschrift „Jugend“ oder zahlreichen Bünden.

Die Ausstellung umfasst verschiedene Facetten der Jugendbewegung, vom Wandervogel über die radikale Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus bis hin zu den ersten Open-Air-Festivals in den 1960er Jahren.


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