Wagner - Nürnberg - Meistersinger

Richard Wagner und das reale Nürnberg seiner Zeit

 

21.02. - 02.06.2013

 

Zum 200. Geburtstag Richard Wagners zeigen wir eine unserer wertvollsten Handschriften aus dem 19. Jahr- hundert: die mit größter Sorgfalt angefertigte Original-partitur der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“.

Wagner schenkte sie dem Bayerischen König Ludwig II. am Weihnachtsabend 1867 zum Dank für seine Unterstützung. Dessen Familie überreichte das kostbare Schriftstück dann im Jahr 1902 dem Germanischen Nationalmuseum als Festgabe anlässlich seines 50-jährigen Bestehens. 

Die Ausstellung geht der Frage nach, welche Anregungen Wagner in Nürnberg für seine Oper erhielt. Mehrfach besuchte er die Stadt, von den Aufenthalten 1835 und 1861 machte er der Nachwelt auf höchst subjektive Weise Mit- teilung. Autographen, zeitgenössische Graphiken und Objekte verdeutlichen, was das Nürnberg des 19. Jahrhunderts für ihn bedeutete, was er dort erlebte und wie sich sein Blick auf die Stadt und nicht zuletzt das Germanische Nationalmuseum im Laufe der Zeit veränderte. Zugleich entsteht ein facettenreiches Bild einer der schillerndsten und faszinierendsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte.

WIR BLÄTTERN UM! Alle zwei Wochen schlagen wir eine neue, interessante Stelle der Partitur auf.

seit 17. April 2013: Seite 278/279
Hans Sachs singt seinen „Wahn-Monolog“, in dem er zugunsten der Kunst auf Eva verzichtet. Das Buch, das er auf den Knien hält, bezeichnet er als „Stadt- und Weltchronik“ (linke Seite oben). Dabei dürfte es sich um die Weltchronik des Hartmann Schedel von 1493 handeln, die Richard Wagner höchstwahrscheinlich bei seinem Besuch im Germanischen Nationalmuseum am 10. August 1861 gesehen hat.

ab 8. Mai 2013: Seite 376/377
Auf der rechten Seite beginnt die letzte Szene der Oper. Wagner gibt detaillierte Bühnenanweisungen für die Ausstattung der Festwiese, auf der das Wettsingen zwischen Sixtus Beckmesser und Walther von Stolzing stattfinden wird.

ab 22. Mai 2013 (Richard Wagners 200. Geburtstag): Seite 462
Triumphierende C-Dur-Akkorde beschließen die „Meistersinger von Nürnberg“, nachdem die Nürnberger Bevölkerung Hans Sachs einen letzten Heilsruf dargebracht hat. Der Vorhang fällt. Richard Wagner vermerkt am unteren Rand: „Ende der Meistersinger. Triebschen, Donnerstag, 24 Oct. 1867 Abends 8 Uhr. RW.“


Erfahren Sie mehr über Ausstellung und Begleitprogramm (PDF) und den Ausstellungskatalog.

Buchen Sie hier ein exklusives Führungsangebot (PDF).

Informationen zu den Veranstaltungen der Stadt Nürnberg anläßlich des Jubiläumsjahres finden Sie hier.

Die Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" ist komplett digitalisiert: Zur Partitur

Zurück zur Übersicht