Münzkabinett
Das Münzkabinett des Germanischen Nationalmuseums konnte nicht – wie die meisten bedeutenden Münzsammlungen – auf einer alten fürstlichen Sammlung aufbauen, sondern begann seine Sammeltätigkeit erst mit der Museumsgründung im Jahre 1852. Anfangs verfolgte das Museum das Ziel, historische und kulturgeschichtliche Zusammenhänge zu veranschaulichen, weswegen das Münzwesen unter geldgeschichtlichem Aspekt der Hauptgruppe »Verkehr« zugeordnet war; Medaillen wurden wie Münzen behandelt. Erhaltung oder auch Originalität der einzelnen Stücke war zunächst von sekundärer Bedeutung, häufig begnügte man sich mit Abgüssen. Schon bald wandten sich bedeutende auswärtige Numismatiker gegen die zeitliche Begrenzung, und seit etwa 1870 sammelte man auch zeitgenössische Münzen und Medaillen; die regionale Begrenzung wurde jedoch – wie für alle Sammlungen des Museums – bis heute aufrechterhalten. Zumeist kaufte das Museum Einzelstücke aus mittelalterlichen Funden, wofür kaum mehr als der Silberpreis zu zahlen war. Heute betreut das Münzkabinett neben Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen und Rechenpfennigen auch Prägestempel, eine Siegelstempelsammlung mit mehr als 5000 Stücken, eine Spezialsammlung römische Gemmen, eine große Sammlung von Schwefelpasten nach antiken Gemmen sowie Orden und Ehrenzeichen. Außerdem verwahrt es die Münzsammlung der Stadt Nürnberg mit ca. 7000 Münzen, Medaillen und Zeichen sowie einige Nürnberger Patrizier-Sammlungen.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 9-16.00 Uhr, Voranmeldung erbeten.
Verein für Münzkunde e.V.
Der Verein für Münzkunde Nürnberg e.V. führt seine monatlichen Sitzungen im Germanischen Nationalmuseum durch.
Ansprechpartner: Winfried Stein (1. Vorsitzender),
Killingerstr. 38, 91056 Erlangen,
Tel. 09131/440118
Aktuelles Jahresprogramm (Download, pdf-Datei) der Veranstaltungen des Vereins für Münzkunde Nürnberg e.V.
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