Institut für Kunsttechnik und Konservierung (IKK)

Das Institut für Kunsttechnik und Konservierung am Germanischen Nationalmuseum zählt zu den größten und technisch avanciertesten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

WERKSTÄTTEN DES IKK

In den 12 Restaurierungswerkstätten des Instituts sind 30 angestellte Restauratoren mit dem materiellen Erhalt und der technischen Erforschung der Sammlungen betraut.

Forschung

 
Neben der Begleitung der Objekte im musealen Alltag nimmt die kunsttechnische Untersuchung der im Museum bewahrten Kulturgüter einen hohen Stellenwert ein. Auch deshalb sind die Werkstätten nicht nach den zu bearbeitenden Materialien oder Materialgruppen unterschieden, sondern nach dem kulturgeschichtlichen Zusammenhang, dem die Artefakte entstammen. Gemäß der Aufgabenstellung eines Forschungsmuseums steht der wissenschaftliche Umgang mit den Sammlungen im Vordergrund der Arbeit des Instituts. Dies hat Auswirkungen auf die Restaurierungen, die – entgegen dem Wortsinn – nicht in erster Linie die Wiederherstellung zum Ziel haben, sondern dem Quellencharakter der Objekte in besonderer Weise verpflichtet sind. Auch im Bereich der Konservierung – ein Begriff, der sowohl stabilisierende Eingriffe als auch die Schaffung einer Umgebung einbezieht, die dem Erhalt der Objekte möglichst zuträglich ist – ist das Institut bestrebt Lösungen zu erarbeiten, die allgemeine Gültigkeit und vorbildlichen Charakter haben.

Das Institut ist an zahlreichen Forschungsvorhaben beteiligt und bietet Restauratoren, Kunsthistorikern und anderen Fachleuten die Möglichkeit zur Forschung. Neben den Objekten dienen dazu auch die Dokumentationen und technischen Einrichtungen. So stellt zum Beispiel die Werkstatt für die Restaurierung von Musikinstrumenten ein breites Spektrum an Rekonstruktionszeichnungen und Röntgenaufnahmen zur Verfügung, die käuflich erworben werden können.
Liste der technischen Zeichnungen, Röntgenaufnahmen und Computertomographien von Musikinstrumenten (PDF)

Ausstattung

 
Im Institut stehen Einrichtungen zur kunsttechnischen Untersuchung zur Verfügung: unter anderem unterschiedliche Mikroskoparbeitsplätze, ein mobiler Röntgenfluoreszenzanalysator, ein mobiles hochauflösende Infrarotaufnahmesystem und eine Röntgenanlage. Außerdem wird eine Stickstoff-Begasungskammer zur Bekämpfung von Schädlingen betrieben. Stickstoffbegasung (PDF)

Die technischen Einrichtungen können in Einzelfällen gegen Kostenerstattung auch von Dritten genutzt werden.

Nachwuchsförderung

 
Das Institut bietet fünf Vorpraktikanten die Möglichkeit zu einem ein- bzw. zweijährigen Praktikum als Zulassungsvoraussetzung für den Studiengang Restaurierung an den Hochschulen. Studierende der Restaurierung haben außerdem die Möglichkeit, im Institut studienbegleitende Praktika und Praxissemester zu absolvieren oder ihre Abschlussarbeit zu erstellen.

Für Absolventen wird ein Restaurierungsvolontariat angeboten.

Stellenangebote und Ausbildung

Beratung

 
Die Restauratoren beteiligen sich an den Begutachtungsaktionen des Museums. Alle direkten Anfragen an das Institut müssen bitte schriftlich und mit geeignetem Fotomaterial gestellt werden. Aus allen Beratungen sind Schätzungen zum Wert ausdrücklich ausgeschlossen.

Führungen

 
In Ausnahmefällen können Führungen durch Restauratoren individuell vereinbart werden, für die ein Kostenbeitrag von mindestens € 150,- erhoben wird. Die Teilnehmerzahl für alle Führungen im IKK ist auf 15 Personen beschränkt.

Leitung und Mitarbeiter