Neue Publikationen
Führer durch die Schausammlung Vor- und Frühgeschichte des Germanischen Nationalmuseums
Bearbeitet von Tobias Springer mit Martin Baumeister und Kathrin Vogelsang

Nürnberg 2010. 72 Seiten, 98 farbige Abb. Broschur, 21 x 20 cm, ISBN 978-3-936688-50-4. Preis im Museumsshop: € 7,50,
bei Versand und im Buchhandel: € 10,– (Best.Nr. 725)
Der Führer bietet einen chronologischen Rundgang durch die Sammlung zur vor- und frühgeschichtlichen Archäologie im GNM. Sie umfasst Funde aus dem Zeitraum von 600.000 v.Chr. bis 800 n.Chr. Eines der ältesten Exponate ist ein Faustkeil aus der Mittleren Altsteinzeit; seine formale Ausgewogenheit und der bläuliche Schimmer des Feuersteins verleihen diesem Universalwerkzeug besonderen ästhetischen Reiz. Vom Ende der Altsteinzeit stammen in Schiefer gravierte Pferdeköpfe, während die frühesten – noch stilisierten – Menschendarstellungen in der Sammlung Anhänger von einem Pferdegeschirr der Urnenfelderzeit und Zeichnungen auf einer Tonschale der Hallstattzeit sind.
Über die Jahrtausende ist aufgrund wechselnder Bestattungssitten auf sich entwickelnde Sozialstrukturen und Veränderungen der Jenseitsvorstellungen und damit der Religion unserer Vorfahren zu schließen. Die Grabbeigaben reichen von Waffen, Werkzeugen, Gefäßen, Schmuck und Amuletten bis zu christlichen Kreuzen. Die verwendeten Materialien wie auch die Verzierungsformen weisen auf den weiträumigen Waren- und Ideenaustausch der damaligen Menschen hin. Modelle von Grab- und Hausformen veranschaulichen die anhand von Ausgrabungen gewonnenen Erkenntnisse.
Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hg.): Renaissance. Barock. Aufklärung.
Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

(Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3). Nürnberg 2010. 564 Seiten, 643 farbige Abb., Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-47-4. Preis im Museumsshop: € 49,–, bei Versand und im Buchhandel: € 65,– (Best.Nr. 724)
Der Band begleitet die im Germanischen Nationalmuseum 2010 neu eröffnete Dauerausstellung zur Kunst und Kulturgeschichte vom 16. bis zum 18. Jh. im deutschen Sprachraum. Die Schausammlung erschließt mit rund 1.000 Exponaten in 33 Räumen zentrale Themen der Frühen Neuzeit, so beispielsweise Sammeln und Repräsentieren, Antikenrezeption und Naturstudium, die Wechselwirkung von Kunst und Religion sowie das sich wandelnde Bild vom Menschen. Zu diesen Leitthemen bietet die Publikation vertiefende Beiträge und einen wissenschaftlichen Katalog aller ausgestellten Objekte.
Dem Potential des GNM und der Vielfalt der Sammlungen entsprechend öffnet die Gegenüberstellung von Objekten aller Kunstgattungen neue Blicke auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge wie auch auf das Einzelwerk. Auf der Basis aktueller Forschung werden Gemälde und Skulpturen, darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Peter Vischer, Lucas Cranach oder Franz Xaver Messerschmidt, wie auch Glasgemälde, graphische Blätter und illustrierte Bücher, Kunsthandwerk, Textilien, Schmuck, Medaillen, Möbel und Musikinstrumente in ihrem künstlerischen und historischen Kontext verortet. Von den rund 1.000 Exponaten sind in dem attraktiv gestalteten Band rund zwei Drittel in herausragender Qualität farbig abgebildet.
Dürer-Forschungen, Band 2: Buchmalerei der Dürerzeit –
Dürer und die Mathematik – Neues aus der Dürerforschung

Schriftleitung: Thomas Eser. Nürnberg 2009. 296 Seiten, Frontispiz, 54 sw und 117 farbige Abb., Hardcover, 27,4 x 20,6 cm. ISSN 1863-6179 / ISBN 978-3-936688-43-6. Preis: € 49,– (Best.Nr. 716)
Während der erste Band der »Dürer-Forschungen« 2007 dem Dürerhaus gewidmet war, nimmt Band 2 die Buchproduktion sowie die mathematischen Wissensfelder der Dürerzeit in den Blick. Zu beiden Generalthemen fand 2008 je eine wissenschaftliche Tagung im GNM statt. Die Aufsätze der 1. Sektion stellen Forschungsergebnisse zur dürerzeitlichen Nürnberger Buchmalerei vor, die Dürer gekannt hat oder kennen konnte. Die Beiträge der 2. Sektion behandeln seine kunsttheoretischen und mathematischen Schriften und schildern deren intensive Rezeption im 16. und 17. Jh.
Vier weitere Beiträge präsentieren Entdeckungen und Neuinterpretationen: Ein Quellenfund erlaubt nun die Rekonstruktion eines Nürnberger Glasmalerei-Zyklus, den Dürer nachweislich entworfen hat. Untersuchungen zweier umstrittener Dürer-Gemälde erweisen das eine als vermutliche Fälschung der Dürer-Renaissance um 1600, das andere als Dürer-Kopie, deren Kopist plausibel ermittelt wird. Der letzte Beitrag veröffentlicht den Text eines neu aufgefundenen Rezeptbuchs, das aus dem Besitz Dürers gestammt haben soll.
Wunderbare Bücherwelten. Moderne Druckkunst aus Hamburg

Bearbeitet von Johannes Pommeranz. Ausstellungskatalog Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2010. 207 Seiten, 108 farbige Abb. meist auf Tafeln, Hardcover, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 987-3-936688-42-9. Preis im Museumsshop € 27,60, bei Versand und im Buchhandel € 36,80 (Best.Nr. 718)
Der Buchkunstbewegung in Deutschland, die eine Sondersammlung der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums dokumentiert, widmete das Museum in den vergangenen Jahren bereits Ausstellungen und Publikationen. Die häufig textbegleitenden Bilder der originalen Grafiken verschmelzen mit dem literarischen Inhalt, mit der gewählten Schrift, dem bisweilen handgeschöpften Papier und dem künstlerisch gestalteten Einband zu einer Einheit.
Die Schenkung des in Hamburg tätigen Buchkünstlers Otto Rohse, der dem GNM seine Druckwerkstatt überlassen hat, bot den äußeren Anlass für eine regional ausgerichtete Ausstellung zur Buchkunst der Hansestadt. Die Exponate der aktuellen Präsentation stammen überwiegend aus den Beständen des GNM und stellen Hamburger Buchkünstler vor, die ihre Arbeiten als Experimentierfeld künstlerischer Ausdrucksformen und verschiedenster Techniken nutzen. Der Katalog behandelt 80 Exponate der Ausstellung, die Bücher mit Originalgrafik, rein typographisch gestaltete Werke, Einzelblätter sowie Zustandsdrucke umfasst. Ausgehend von typographisch gestalteten Büchern vom Beginn des 20. Jahrhunderts, spannt sich der Bogen bis zu vielfarbigen, eigenwilligen Text-Bild-Kombinationen der Gegenwart.
Plakativ! Produktwerbung im Plakat 1885–1965

Bearbeitet von Yasmin Doosry. Ostfildern 2009. 576 Seiten, 23 sw, 375 farbige Abb. Museumsausgabe: Broschur, 28 x 22 cm, ISBN 978-3-936688-46-7. Preis: € 38,– (Best.Nr. 717).
Die 2002 als Dauerleihgabe ins Germanische Nationalmuseum gekommene »Nürnberger Plakatsammlung« zählt mit mehr als 10.000 Blättern zu den großen Sammlungen ihrer Art in Deutschland. Ihr Schwerpunkt liegt in der Produkt- und Markenwerbung von ca. 1880 bis 1968. In sechs nach Produktgruppen geordneten Abteilungen zeigen Ausstellung und Katalog der Öffentlichkeit erstmals eine repräsentative Auswahl von 350 Blättern. Sie untersuchen die Rolle des Plakats bei der Positionierung von Marken und in erfolgreichen Werbekampagnen sowie die Wandlung der bis um 1900 auf allgemeine Geschmacksbildung ausgerichteten Produkte der Plakatkünstler zur kaufmännisch orientierten Werbegraphik nach 1905. Ein Schwerpunkt der in den Gruppen Lebensmittel, Haushalt, Kosmetik, Mode, Medien und Freizeit dargestellten Warenwelten liegt in der Geschichte und Wirkungsweise der Plakatwerbung. Bildmotive und Stereotypen einzelner Produkte verbinden sich in den Plakaten augenscheinlich mit den an ihre jeweiligen Zielgruppen ausgerichteten Erfolgsversprechen. Die vom GfK-Verein und der Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft dem Germanischen Nationalmuseum anvertraute Sammlung ist hier erstmals als ein weitläufiger Materialfundus für die Kulturgeschichte der Moderne präsentiert
Kunst und Kalter Krieg.
Deutsche Positionen 1945–89

Hg. von Stephanie Barron und Sabine Eckmann. Köln 2009. 459 Seiten, 200 sw, 330 farbige Abb., 29,9 x 22,2 cm, Klappenbroschur, ISBN 978-3-8321-9146-7. Preis der Museumsausgabe: € 32,– (Best.Nr. 712).
Der Begleitband zur Ausstellung bietet einen Blick aus internationaler Perspektive auf das Kunstschaffen in den beiden deutschen Staaten von 1945 bis zum Mauerfall 1989. Das Thema wird in vier Sektionen behandelt: »Die Nationalisierung der Ästhetik. Wiederaufnahmen und Widerlegungen«, »Die Internationalisierung der deutschen Kunst«, »Kunst, Technologie und Neoavantgarde« sowie »Trauma, Gewalt und Gedächtnis«. 14 reich bebilderte Essays fokussieren die Auseinandersetzung von Künstlern mit politischen und kulturpolitischen Ereignissen und Ideologien. Der Abschnitt »Künstler und Kunstwerke der Ausstellung« stellt prägende Künstlerpersönlichkeiten in chronologischer Abfolge vor, gefolgt vom Verzeichnis der Exponate. Eine großzügig bebilderte Chronologie der beiden deutschen Staaten, Bibliographie und Register beschließen den Band.
Vom Ansehen der Tiere.
Schriftleitung: Tobias Springer

(Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 11). Nürnberg 2009. 234 Seiten, 13 sw, 183 farbige Abb. Hardcover, 24,5 x 17 cm, ISBN: 978-3-936688-38-2. Preis: € 12,50 (Best. Nr. 709)
Tiere faszinierten die Menschen seit jeher so stark, dass Gottheiten Tiergestalt zugedacht und überhöhte Fabelwesen in der Welt der Mythen und Märchen angesiedelt wurden. Tiere können gefährlich, aber auch Gefährten, Wächter und Freunde sein; sie lieferten Nahrung, Kleidung, Schmuck, vielfältige Werkstoffe oder dienten als Transportmittel. Viele dieser Betrachtungsweisen von Tieren sind in den neuesten »Kulturgeschichtlichen Spaziergang im GNM« eingeflossen. Die 19 Beiträge spannen einen Bogen von Mythen und Jagden der Vorzeit bis zur zeitgenössischen Darstellung von Dinosauriern und verknüpfen kaleidoskopartig Beispiele der kunst- und kulturgeschichtlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tier aus den verschiedenen Sammlungsbereichen des GNM. Die vielfältigen Beiträge mit zahlreichen, fast durchgängig farbigen Abbildungen dürften manch überraschenden und neuen Blick auf scheinbar vertraute Werke des GNM bieten – selbst für interessierte und häufige Besucher unseres Hauses.
Doris Oltrogge, Robert Fuchs
Die Maltechnik des Codex Aureus aus Echternach. Ein Meisterwerk im Wandel

(Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 27). Nürnberg 2009. 178 Seiten, 70 sw, 315 farbige Abb., Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-30-6. Preis: € 55,– (Best.Nr. 700)
Die beiden Autoren, Restaurierungswissenschaftler an der Fachhochschule Köln, haben Maltechnik und Malmittel einer der kostbarsten Handschriften des Mittelalters analysiert, des heute im GNM aufbewahrten Codex Aureus aus Echternach. Ihre Ergebnisse zeigen die komplexe Entstehung der Ausmalung auf, ihren außergewöhnlichen Farbenreichtum und die Gründe für die – wohl noch in der Entstehungszeit der Handschrift ausgeführten – Überarbeitungen auf etwa einem Drittel der Blätter. Für diese Übermalungen waren offenbar ästhetische Gründe ausschlaggebend, besonders das Kolorit, wofür nahezu alle im 11. Jahrhundert verfügbaren Farbmittel verwendet wurden.
Die systematische Untersuchung aller Bild- und Zierseiten erbrachte wesentliche Erkenntnisse sowohl zum ursprünglichen farbigen Aussehen der übermalten Erstfassungen als auch zum Umfang der Übermalungen. Sie sind in diesem Band sowohl in detaillierten Beschreibungen als auch in zahlreichen Abbildungen mit kommentierenden Bildunterschriften dokumentiert.
Westerwälder Gebrauchsgeschirr von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre. Bearbeitet von Christine Dippold, Sabine Zühlcke, Dagmar Scheja, Katharina Schütter und Daniela Weyand

Nürnberg 2008. 801 Seiten in 2 Teilbänden, Teil 1: Texte und Firmenverzeichnis, 20 sw, 28 farbige Abb.; Teil 2: Katalog der Gefäße mit 420 Nummern und jeweils 1–4 sw Abb., Nachdrucke von 32 Warenverzeichnissen auf 72 sw und 68 farbigen Tafeln. Hardcover, je 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-34-4. Preis: € 150,– (Best.Nr. 706)
Die beherrschende Stellung des Westerwälder Steinzeugs für verschiedene Sparten alltäglicher Gebrauchsware in weiten Teilen Mitteleuropas, die serielle Fertigungsweise in Handwerks- und Industriebetrieben seit dem 19. Jh. und die Möglichkeit, die sich wandelnde Produktion bis in die Gegenwart zu dokumentieren, waren Kriterien dafür, diese Töpferregion für eine exemplarische Untersuchung auszuwählen. Die Publikation ist das Ergebnis eines Projekts volkskundlicher Keramikforschung, das sich erstmals der systematischen Erfassung und Bewertung von Alltagsgeschirr einer bedeutenden Töpferregion widmete. Nach Beiträgen zum Forschungsgegenstand und zur Geschichte des Westerwälder Geschirrs werden in Teil 1 die Analyse der Gefäßformen sowie das Verzeichnis der Hersteller in Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Hillscheid vorgestellt. Teil 2 enthält den der Systematik der Gefäßformen entsprechenden Katalog, jeweils mit technischen Angaben und bis zu vier Abbildungen, sowie Nachdrucke ausgewählter Firmenverzeichnisse von ca. 1870 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Frank Matthias Kammel, Daniel Hess u.a., Enthüllungen. Restaurierte Kunstwerke von Riemenschneider bis Kremser Schmidt

Ausstellungskatalog Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2008. 127 Seiten, 43 sw, 105 farbige Abb., Broschur, 27 x 22 cm, ISBN 978-3-936688-36-8. Preis im Museumsshop € 17,–, bei Versand und im Buchhandel € 22,50 (Best.Nr. 707)
In einem vierjährigen Projekt wurden 21 hochrangige Gemälde und Skulpturen, u.a. von Riemenschneider, Altdorfer, Wertinger, Mauch und Kremser Schmidt, kunsttechnologisch untersucht und restauriert. Dabei traten zahlreiche interessante Überraschungen zutage. Ob es sich um ein bisher verborgenes Reliquiendepositorium oder den neu entdeckten Rest eines Einspannwerkzeugs handelt, um aufschlussreiche Unterzeichnungen oder die wieder sichtbar gemachte originale Farbwirkung: Stets stießen solche »Enthüllungen« die Klärung von Fragen oder die Entwicklung neuer Denkansätze an und legten die Basis für weitere Studien und somit die Grundlage für zahlreiche neue Erkenntnisse – Enthüllungen also in einer weiteren Hinsicht. Die Ergebnisse der Restaurierung sowie die kunsttechnischen und kunstgeschichtlichen Forschungen werden erstmals im Rahmen der Ausstellung und in der vorliegenden Begleitpublikation präsentiert. Neun Katalogbeiträge mit aufschlussreichen Beschreibungen und zahlreichen erhellenden Abbildungen vermitteln dem Fachmann und dem interessierten Laien spannende neue Einblicke.
Heilige und Hasen. Bücherschätze der Dürerzeit.
Bearbeitet von Thomas Eser und Anja Grebe

Katalog zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 2008. 184 Seiten, 10 sw und 66 farbige Abb., 69 Farbtafeln. Broschur, 27 x 22 cm, ISBN 978-3-936688-35-1. Preis im Museumsshop € 17,80, bei Versand und im Buchhandel € 23,– (Best.Nr. 704)
Um 1500, in der Schaffenszeit Albrecht Dürers, erlebte Nürnberg eine Blütezeit der Buchproduktion und der Buchgestaltung. Dürer selbst schuf seine Holzschnittfolgen des Marienlebens und der Apokalypse ursprünglich als große gebundene Bücher. Buchmaler wie Jakob Elsner, Albrecht und Nikolaus Glockendon statteten Prachthandschriften mit wertvollen Miniaturen aus. Stilistisch öffnete sich der Buchschmuck internationalen Kunstströmungen, wie der niederländischen und der italienischen Renaissance.
Gerade Nürnberg war ein Zentrum der Buchkultur: als Verlagsort früher gedruckter Bücher und Standort von Produzenten geschmückter Bücher sowie deren Sammlern, darunter die humanistisch orientierten Bürger und Patrizier der Reichsstadt. Ausstellung und begleitende Publikation veranschaulichen dies: Der Katalog führt mit den Essays »Dürer und das Buch« und die »Nürnberger Buchmalerei von der Dürerzeit bis zum Barock« in das Thema ein. Sodann präsentiert er die 65 Exponate mit inhaltlich vertiefenden Textbeiträgen, die auch Kennern der Materie neue Entdeckungen versprechen, und prächtigen Farbtafeln ihres Bilderschmucks.
Rainer Schoch, 100 Meisterzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg

Katalog zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 2008. 272 Seiten, 86 sw Abb., 106 farbige Abb. auf Tafeln. Englische Broschur, 27 x 22 cm, ISBN 978-3-936688-32-0. Preis im Museumsshop € 29,–, bei Versand und im Buchhandel € 38,– (Best.Nr. 703)
Die 100 Meisterzeichnungen stellen eine Auswahl des rund 1700 Blätter umfassenden, über Generationen gewachsenen Bestandes von überwiegend deutschen Zeichnungen des 15. bis 17. Jahrhunderts dar, die zu den international renommiertesten Sammlungen ihrer Art zählen. Die Sammlung verdankt ihren besonderen Rang nicht nur dem Glanz der Meisterblätter von Dürer, Altdorfer, Huber, Baldung und Cranach. Sie zeichnet sich auch durch großformatige Entwürfe zu Glasmalerei, Skulpturen und Arbeiten des Kunsthandwerks aus und gibt überraschende Einblicke in die Werkstattgewohnheiten vor allem von Nürnberger Künstlern der Zeit um 1500.
Im Katalog folgen einer Einführung zur Präsentation der Zeichnungen im GNM zwei Beiträge zur Geschichte der Sammlung, die im 17. Jahrhundert in Nürnberg zusammengeführt wurde. Um 1680 vom Markgrafen von Brandenburg-Ansbach erworben, gelangte sie 1805 mit der Ansbacher Schlossbibliothek an die Universität Erlangen. Im Katalogteil werden die Exponate von namhaften Fachwissenschaftlern eingehend beschrieben und mit ganzseitigen Farbtafeln sowie schwarz-weißen Vergleichsabbildungen vorgestellt. Der Abdruck eines Quellentextes zur Geschichte der Sammlung von dem Erlanger Bibliothekar E.F. Rössler, Bibliographie und Konkordanz beschließen den Band.
Nürnberger Goldschmiedekunst 1541–1868. Band I: Meister, Werke, Marken

Bearbeitet von Karin Tebbe, Ursula Timann, Thomas Eser u.a. Nürnberg 2007.
Teil 1: Textband, 700 S., rund 1.800 sw Abb. von Marken, ISBN 978-3-936688-17-7; Teil 2: Tafelband, 296 S., 782 sw Abb. ISBN 978-3-936688-18-4. Hardcover-Bände,
je 27,5 x 22,5 cm. Preis im Museum: zus. € 75,– / Preis im Buchhandel: zus. € 98,– (Best.Nr. 688).
Nürnberg galt lange als eines der bedeutendsten Goldschmiedezentren in Deutschland, zeitweise sogar in ganz Europa. Trotz ihrer Bedeutung hatten Nürnberger Goldschmiedearbeiten nur für die Zeit bis 1540 eine umfassende wissenschaftliche Würdigung erfahren. Der Erforschung für die Zeit von 1541 bis 1868 widmete sich seit 1997 ein Forschungsteam des Germanischen Nationalmuseums, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Der gesetzte Zeitrahmen beginnt mit der Einführung der Meistermarken in Nürnberg 1541 und endet mit der Einführung der Gewerbefreiheit in Bayern 1868. Als Materialgrundlagedienten rund 7000 erfasste Objekte, von prunkvollen Pokalen über Kirchengerät und Judaica bis zu Tafelsilber, die sich heute weltweit in bedeutenden Museen, in Kirchenbesitz, Privatsammlungen und im Handel befinden. Das Forschungsteam baute eine Dokumentation unter den Aspekten Meisterbiographien, Werkverzeichnisse und Marken auf. Es untersuchte ferner die stilistische Entwicklung der Nürnberger Goldschmiedekunst, Beziehungen zu anderen Orten, Auftraggeberschaft etc.
Der erste, zweiteilige Band enthält 1.150 Meisterbiographien, mit Werkverzeichnissen und Meistermarken, erschlossen durch mehrere Indices. Der Tafelband mit knapp 800 Abbildungen vermittelt einen umfassenden Überblick über die in ganz Europa hoch geschätzten Arbeiten Nürnberger Goldschmiede aus vier Jahrhunderten.
Nürnberger Goldschmiedekunst 1541–1868.
Band II: Goldglanz und Silberstrahl
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung, bearbeitet von Karin Tebbe, Ralf Schürer u.a. Nürnberg 2007. 331 Seiten, 85 sw, 182 farbige Abb., Hardcover, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 978-3-936688-19-1 Preis im Museum € 22,-, im Buchhandel € 28,80 (Best.Nr. 698).
Neun Essays und ein knapper Katalogteil präsentieren Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojektes zur Nürnberger Goldschmiedekunst. Dargestellt werden Form- und Stilentwicklungen sowie die Wertschätzung der Nürnberger Goldschmiedekunst, zu deren Auftraggebern höchste Würdenträger zählten. Einzelne Beiträge widmen sich speziellen Themen: Naturabgüsse, wissenschaftliche Instrumente, Schmuck und Judaica. Quellen zur Organisation und Geschichte des Handwerks vermitteln Einblicke in Arbeitsverhältnisse der Goldschmiede und deren soziales Umfeld. Den zeitlichen Rahmen beschließt die Übernahme industriell gefertigter Versatzstücke.
Wolfgang Brückner, Die Sprache christlicher Bilder

(Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 12). Nürnberg 2010. 224 Seiten, 59 sw, 142 farbige Abb. Hardcover, 24,5 x 17 cm, ISBN: 978-3-936688-44-3. Preis: € 12,50 (Best. Nr. 719)
Welche Funktionen besaßen christliche Bilder in der Lebenswirklichkeit in Mittelalter und Neuzeit? Wie ist die Sprache dieser Werke heute zu verstehen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Religion und Kunst? Solchen Fragestellungen geht Wolfgang Brückner anhand der vielfältigen Zeugnisse christlicher Religiosität im GNM nach: bedeutenden Kunstwerken, graphischen Blättern und illustrierten Büchern, volkskundlichen Exponaten und „trivialen“ Objekten aus dem Lebensalltag vergangener Epochen. Er weist fachübergreifend auf historische, kirchen- und motivgeschichtliche Zusammenhänge hin, die heute im allgemeinen Bewusstsein kaum noch bekannt sind. Als eine Besonderheit des GNM stellt er eingangs die hier verwahrten „Reichsreliquien“ vor und handelt generell über die Musealisierung religiöser Werke. Breiten Raum nehmen Exponate ein, die der „konfessionellen Vergewisserung des Protestantismus“ dienten, wie frühe Luther-Bildnisse, Lehr- und Bekenntnisbilder, aber beispielsweise auch Abendmahlstrachten. „Evangelische Bilderwelten“ sind im GNM in Ausstellungsstücken zu Handwerken und Zünften oder zum bürgerlichen und bäuerlichen Wohnen ebenso wie etwa in der Emblemliteratur anzutreffen. Ein weiterer der zahlreichen Aspekte dieses Buches ist die Bedeutung christlicher Darstellungen für den gläubigen Betrachter einst und die Aussagekraft, die Kommunikationsmöglichkeit für den Betrachter heute.
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 2009

Nürnberg 2009. 291 Seiten, 65 sw und 136 farbige Abb., Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISSN 1430-5496. Preis: € 33,– (Best.Nr. 715)
Vier Aufsätze zu Objekten im GNM stellen neue Forschungsergebnisse zum Porträt des Kunsthändlers Hubert Caymox von Hendrick Goltzius vor, zu barocken Bergmannsstatuetten aus Sachsen, einer Holzmustersammlung des 18. Jh. und Rudolf Lübbens Wohnhaus »Kosmosolarium« von 1970. Dem folgen acht Beiträge der Tagung »Bildgebrauch und Bildfunktion im Medium der Graphik«, die 2007 im GNM stattfand. Sie thematisieren u.a. Darstellungen von Herkules und Antäus, Nachzeichnungen des »Meisters der Gewandstudien«, die frühe Rezeption Dürers als Kunsttheoretiker in der Toskana, Zimmerbilder des Biedermeier und Illustrationen von Leonaert Bramer zu einem spanischen Schelmenroman.
PDFs von Inhaltsverzeichnis und Jahresbericht auf der GNM-Forschungsseite.
»Wir sind letzte Mohikaner« – Der Briefwechsel von Gerhard Marcks und Hans Wimmer, 1942–1981. Bearbeitet von Uta Kuhl

Nürnberg 2008. Druckversion mit Auswahl kulturhistorisch besonders interessanter Passagen: 227 Seiten, 60 sw Abb. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-29-0. Preis: € 29,80 (Best.Nr. 702).
Sie sind der beste Briefschreiber unsres Jahrhunderts. Der Briefwechsel von Gerhard Marcks und Hans Wimmer 1942–1981 im Deutschen Kunstarchiv. Bearbeitet von Uta Kuhl. Nürnberg 2009. CD-ROM, mit 59 sw Abb. ISBN 978-3-936688-41-2. Preis: € 29,– (Best.Nr. CD 9).
Die beiden Bildhauer Gerhard Marcks und Hans Wimmer verband eine fast vierzigjährige Freundschaft, die in einem Briefwechsel von mehr als tausend oft brillant formulierten Briefen ihren Niederschlag fand. Sie dokumentieren nicht nur Projekte und Pläne der beiden Künstler, sondern gewähren auch Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre Arbeitsauffassung und Ideale. Einer der Gründe ihrer gegenseitigen Wertschätzung bildete ihre gemeinsame – im Nachkriegsdeutschland als unzeitgemäß betrachtete – Gegenposition zur abstrakten Avantgarde und ihre Orientierung am klassischen Ideal der Antike. Der intensive Kontakt führte zu künstlerisch-konzeptionellen Auseinandersetzungen ebenso wie zu sehr persönlichen Mitteilungen.
Diese Briefe wurden dem Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum anvertraut. Uta Kuhl transkribierte die handschriftlichen Briefe, stellte für den vorliegenden Band kunst- und kulturgeschichtlich besonders aussagekräftige Passagen und Bildmaterial zusammen und hat sie mit einer Einführung, einem Personen- und einem Werkregister sowie Angabe der wichtigsten Literatur für den Leser erschlossen. Auf der CD-ROM sind die kompletten Briefe sowohl der gedruckten Passagen sowie weitere, meist persönlicher gehaltene Schreiben und die Abbildungen des gedruckten Bandes publiziert. Zahlreiche Anmerkungen geben Erläuterungen und Literaturhinweise. Damit wird der größte Teil der für die Betrachtung der Kunst- und Kulturgeschichte der deutschen Nachkriegszeit hochinteressanten Briefe leicht recherchierbar zugänglich gemacht.
Sebastian Dadler 1586–1657. Medaillen im Dreißigjährigen Krieg. Bearbeitet von Hermann Maué

(Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 28). Nürnberg 2008. 218 Seiten, 222 sw Abb., meist jeweils Vorder- und Rückseite der Medaillen. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-33-7. Preis: € 49,– (Best.Nr. 705).
Sebastian Dadler gilt als Vorreiter und einflussreicher Vertreter der barocken Medaillenkunst in Deutschland, der starken Einfluss auch auf Medailleure in Nord- und Osteuropa ausgeübt hat. Portraits, Stadtansichten, Schlachtenszenen und Allegorien halten bedeutende Ereignisse seiner Zeit, vornehmlich im Dreißigjährigen Krieg, fest und bezeugen die außerordentliche Meisterschaft Dadlers, der mit den künstlerischen Bestrebungen seiner Zeit vertraut war. In Augsburg, Dresden – hier als Hofkünstler –, Danzig und Hamburg nachweisbar, schuf er Bildnisse des sächsischer Kurfürsten Johann Georg und seiner Gemahlin, der schwedischen Könige Gustav Adolf und Karl X. Gustav sowie der Königin Christina, des polnischen Königs Wladislaw IV., des dänischen Königs Friedrich III., der niederländischen Statthalter Friedrich Heinrich und Wilhelm von Nassau-Oranien sowie weiterer historisch bedeutender Persönlichkeiten.
Auf der Grundlage von mehr als 100 Dadler-Medaillen im Münzkabinett des GNM konnte die vorliegende Publikation erarbeitet werden. Der 165 Nummern umfassende Katalog zeigt die Vielfalt der Bildmotive, weist die Medaillen in ihr historisches Umfeld ein und erläutert die religiösen und profanen Themen. Eine ausführliche Einleitung gibt Informationen zur Biographie Dadlers, zu seiner Prägetechnik und zu bildlichen Vorlagen. Historische Dokumente, Zusammenstellungen der Inschriften, Bibliographie und Register beschließen den Band.
Eduard Isphording, Kräuter und Blumen. Kommentiertes Bestandsverzeichnis der botanischen Bücher bis 1850 in der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums 
Nürnberg 2008. 328 Seiten, 119 sw und 82 farbige Abb., 11 Farbtafeln. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 978-3-936688-31-3. Preis: € 38,– (Best.Nr. 701).
Der Bestandskatalog ist einer nach Anzahl und Qualität bedeutenden Teilsammlung der Museumsbibliothek gewidmet, den botanisch-pharmazeutischen Büchern. Ein Gang durch die Geschichte der botanischen Literatur und Buchillustration schildert die Erforschung der Pflanzenwelt von ihren Anfängen in der Antike bis ins 19. Jahrhundert und ihren Niederschlag in teils prachtvoll illustrierten Büchern. Der Katalog der rund 330 Pflanzenbücher aus fünf Jahrhunderten erläutert mit technischen Angaben, kurzen Beiträgen zu Inhalt, Autor und Illustration sowie mit zahlreichen Abbildungen die Besonderheit des jeweiligen Buches. Zahlreiche Querverweise zwischen dem historischen Streifzug und den Einzelbeschreibungen belegen die Reichhaltigkeit der Sammlung. Ein Autorenregister und ein Personenregister erschließen den Band. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema. Das Buch bringt dem Leser die Grundlagen heutiger Sichtweisen auf die Pflanzenwelt nahe: den Blick der Naturwissenschaft, speziell der Pharmazie, der Landwirtschaft – und der Gartenliebhaber.
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert

(Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 2) Bearbeitet von Jutta Zander-Seidel, Daniel Hess, Frank Matthias Kammel, Ralf Schürer u.a. Nürnberg 2007. 452 Seiten, 438 farbige, 21 sw Abbildungen, Festeinband, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 978-3-936688-21-4. Preis im Museum: 39,- €, im Buchhandel 52,- € (Best.Nr. 685)
Die Mittelaltersammlung mit ihren herausragenden Kunstwerken bildet von Beginn an den Kernbereich des Germanischen Nationalmuseums. Nach grundlegender Sanierung der Ausstellungsräume präsentiert das Museum diese Werke gattungsübergreifend völlig neu. Das Konzept betont die ursprünglichen formalen und inhaltlichen Zusammenhänge und stellt die vielfältigen Verbindungen zwischen kunsthandwerklichen Objekten, Gemälden, Skulpturen, farbigen Glasfenstern, Textilien, Bauteilen, Münzen und Siegeln heraus. Aus mitunter überraschenden Zusammenstellungen ergeben sich aufschlussreiche Einblicke in Denkweisen und Mentalitäten mittelalterlicher Menschen. Der reich illustrierte Begleitband vermittelt einen fundierten Blick auf die Neuaufstellung.
Johannes Grützke und Christoph Haupt, China. Episoden aus der Geschichte

(Edition GNM, Bd. 1). Künstlerbuch mit 20 farbigen Originalgraphiken, im Handsatz gesetzt, in der Druckwerkstatt des Germanischen Nationalmuseums gedruckt. Nürnberg 2006. 36 Seiten, 20 Farblinolschnitte, Schuber, 36 x 26 cm. Gesamtauflage 130 Expl., Verkaufsauflage 100 Expl., Subskriptionspreis bis 30.6.2007 € 250,–, ab 1.7.2007 € 290,–.
Der bedeutende Berliner Maler Johannes Grützke und der Nürnberger Künstler Christoph Haupt machen sich im ersten Buch der „Edition GNM“ Gedanken über den Wachstumsmarkt China. Sie berichten in dieser literarischen Erstveröffentlichung witzig und hintersinnig über Merkwürdigkeiten, Eitelkeiten, Traditionen und natürlich über die Frauen aus dem Reich der Mitte.
Seinen besonderen Reiz erfährt dieses großformatige Künstlerbuch durch die in den Text integrierten Originalgraphiken, zwanzig über Tonplatten gedruckte Linolschnitte. Grützkes herrliche, durchweg figurativen Bildfindungen kleiden seine Gedanken in Geschichten, die durchaus wahr zu sein scheinen. Haupt sucht in seinen Bildern, die Personen aus dem sie umgebenden Handlungszusammenhang zu lösen, um ihr Dasein an sich darzustellen; seine Graphiken gewinnen besonders durch ihre Farbigkeit.
Bestellungen bitte an:
Germanisches Nationalmuseum
Herrn Dr. Johannes Pommeranz
Kornmarkt 1
D–90402 Nürnberg
Heidi A. Müller, Good Houskeeping – A Domestic Ideal in Miniature. The Nuremberg Doll Houses of the 17th Century in the Germanisches Nationalmuseum.

Translation into English by Sarah C.D. Slenczka. Nuremberg 2007. 136 pages, 8 b/w, 107 colored figures, hardcover, 24,5 x 17 cm. ISBN 978-3-936688-28-3. Price: € 12,50 (order number 699).
The large Nuremberg doll houses of the 17th century to which the volume is devoted represent both a singular ensemble within the collections of the Germanisches Nationalmuseum and the keystone of its toy collection. Thanks to the scope, detail and diversity of their inventory, these miniature houses offer invaluable insights into the cultural history of the 17th century. By focusing on characteristic furnishings and drawing comparisons to both the Nuremberg burgher house and surviving material culture, the author seeks to demonstrate and interpret the relationship of the doll houses and their contents to contemporary domestic reality. Of pivotal significance is the Stromer Doll House of 1639 whose inventory of more than 1000 mostly original furnishings provides a superb impression of a complete burgher household of the period.
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