Das Museum

 

      

Wolfgang Brückner, Die Sprache christlicher Bilder

(Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 12). Nürnberg 2010. 224 Seiten, 59 sw, 142 farbige Abb. Hardcover, 24,5 x 17 cm, ISBN: 978-3-936688-44-3. Preis: € 12,50 (Best. Nr. 719)

Welche Funktionen besaßen christliche Bilder in der Lebenswirklichkeit in Mittelalter und Neuzeit? Wie ist die Sprache dieser Werke heute zu verstehen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Religion und Kunst? Solchen Fragestellungen geht Wolfgang Brückner anhand der vielfältigen Zeugnisse christlicher Religiosität im GNM nach: bedeutenden Kunstwerken, graphischen Blättern und illustrierten Büchern, volkskundlichen Exponaten und „trivialen“ Objekten aus dem Lebensalltag vergangener Epochen. Er weist fachübergreifend auf historische, kirchen- und motivgeschichtliche Zusammenhänge hin, die heute im allgemeinen Bewusstsein kaum noch bekannt sind. Als eine Besonderheit des GNM stellt er eingangs die hier verwahrten „Reichsreliquien“ vor und handelt generell über die Musealisierung religiöser Werke. Breiten Raum nehmen Exponate ein, die der „konfessionellen Vergewisserung des Protestantismus“ dienten, wie frühe Luther-Bildnisse, Lehr- und Bekenntnisbilder, aber beispielsweise auch Abendmahlstrachten. „Evangelische Bilderwelten“ sind im GNM in Ausstellungsstücken zu Handwerken und Zünften oder zum bürgerlichen und bäuerlichen Wohnen ebenso wie etwa in der Emblemliteratur anzutreffen. Ein weiterer der zahlreichen Aspekte dieses Buches ist die Bedeutung christlicher Darstellungen für den gläubigen Betrachter einst und die Aussagekraft, die Kommunikationsmöglichkeit für den Betrachter heute.



Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 2009

Nürnberg 2009. 291 Seiten, 65 sw und 136 farbige Abb., Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISSN 1430-5496. Preis: € 33,– (Best.Nr. 715)

Vier Aufsätze zu Objekten im GNM stellen neue Forschungsergebnisse zum Porträt des Kunsthändlers Hubert Caymox von Hendrick Goltzius vor, zu barocken Bergmannsstatuetten aus Sachsen, einer Holzmustersammlung des 18. Jh. und Rudolf Lübbens Wohnhaus »Kosmosolarium« von 1970. Dem folgen acht Beiträge der Tagung »Bildgebrauch und Bildfunktion im Medium der Graphik«, die 2007 im GNM stattfand. Sie thematisieren u.a. Darstellungen von Herkules und Antäus, Nachzeichnungen des »Meisters der Gewandstudien«, die frühe Rezeption Dürers als Kunsttheoretiker in der Toskana, Zimmerbilder des Biedermeier und Illustrationen von Leonaert Bramer zu einem spanischen Schelmenroman.
PDFs von Inhaltsverzeichnis und Jahresbericht auf der GNM-Forschungsseite.



»Wir sind letzte Mohikaner« – Der Briefwechsel von Gerhard Marcks und Hans Wimmer, 1942–1981. Bearbeitet von Uta Kuhl

Nürnberg 2008. Druckversion mit Auswahl kulturhistorisch besonders interessanter Passagen: 227 Seiten, 60 sw Abb. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-29-0. Preis: € 29,80 (Best.Nr. 702).

Sie sind der beste Briefschreiber unsres Jahrhunderts. Der Briefwechsel von Gerhard Marcks und Hans Wimmer 1942–1981 im Deutschen Kunstarchiv. Bearbeitet von Uta Kuhl. Nürnberg 2009. CD-ROM, mit 59 sw Abb. ISBN 978-3-936688-41-2. Preis: € 29,– (Best.Nr. CD 9).

Die beiden Bildhauer Gerhard Marcks und Hans Wimmer verband eine fast vierzigjährige Freundschaft, die in einem Briefwechsel von mehr als tausend oft brillant formulierten Briefen ihren Niederschlag fand. Sie dokumentieren nicht nur Projekte und Pläne der beiden Künstler, sondern gewähren auch Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre Arbeitsauffassung und Ideale. Einer der Gründe ihrer gegenseitigen Wertschätzung bildete ihre gemeinsame – im Nachkriegsdeutschland als unzeitgemäß betrachtete – Gegenposition zur abstrakten Avantgarde und ihre Orientierung am klassischen Ideal der Antike. Der intensive Kontakt führte zu künstlerisch-konzeptionellen Auseinandersetzungen ebenso wie zu sehr persönlichen Mitteilungen.
Diese Briefe wurden dem Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum anvertraut. Uta Kuhl transkribierte die handschriftlichen Briefe, stellte für den vorliegenden Band kunst- und kulturgeschichtlich besonders aussagekräftige Passagen und Bildmaterial zusammen und hat sie mit einer Einführung, einem Personen- und einem Werkregister sowie Angabe der wichtigsten Literatur für den Leser erschlossen. Auf der CD-ROM sind die kompletten Briefe sowohl der gedruckten Passagen sowie weitere, meist persönlicher gehaltene Schreiben und die Abbildungen des gedruckten Bandes publiziert. Zahlreiche Anmerkungen geben Erläuterungen und Literaturhinweise. Damit wird der größte Teil der für die Betrachtung der Kunst- und Kulturgeschichte der deutschen Nachkriegszeit hochinteressanten Briefe leicht recherchierbar zugänglich gemacht.



Sebastian Dadler 1586–1657. Medaillen im Dreißigjährigen Krieg. Bearbeitet von Hermann Maué

(Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 28). Nürnberg 2008. 218 Seiten, 222 sw Abb., meist jeweils Vorder- und Rückseite der Medaillen. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-936688-33-7. Preis: € 49,– (Best.Nr. 705).

Sebastian Dadler gilt als Vorreiter und einflussreicher Vertreter der barocken Medaillenkunst in Deutschland, der starken Einfluss auch auf Medailleure in Nord- und Osteuropa ausgeübt hat. Portraits, Stadtansichten, Schlachtenszenen und Allegorien halten bedeutende Ereignisse seiner Zeit, vornehmlich im Dreißigjährigen Krieg, fest und bezeugen die außerordentliche Meisterschaft Dadlers, der mit den künstlerischen Bestrebungen seiner Zeit vertraut war. In Augsburg, Dresden – hier als Hofkünstler –, Danzig und Hamburg nachweisbar, schuf er Bildnisse des sächsischer Kurfürsten Johann Georg und seiner Gemahlin, der schwedischen Könige Gustav Adolf und Karl X. Gustav sowie der Königin Christina, des polnischen Königs Wladislaw IV., des dänischen Königs Friedrich III., der niederländischen Statthalter Friedrich Heinrich und Wilhelm von Nassau-Oranien sowie weiterer historisch bedeutender Persönlichkeiten.
Auf der Grundlage von mehr als 100 Dadler-Medaillen im Münzkabinett des GNM konnte die vorliegende Publikation erarbeitet werden. Der 165 Nummern umfassende Katalog zeigt die Vielfalt der Bildmotive, weist die Medaillen in ihr historisches Umfeld ein und erläutert die religiösen und profanen Themen. Eine ausführliche Einleitung gibt Informationen zur Biographie Dadlers, zu seiner Prägetechnik und zu bildlichen Vorlagen. Historische Dokumente, Zusammenstellungen der Inschriften, Bibliographie und Register beschließen den Band.



Eduard Isphording, Kräuter und Blumen. Kommentiertes Bestandsverzeichnis der botanischen Bücher bis 1850 in der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums
Nürnberg 2008. 328 Seiten, 119 sw und 82 farbige Abb., 11 Farbtafeln. Hardcover, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 978-3-936688-31-3. Preis: € 38,– (Best.Nr. 701).

Der Bestandskatalog ist einer nach Anzahl und Qualität bedeutenden Teilsammlung der Museumsbibliothek gewidmet, den botanisch-pharmazeutischen Büchern. Ein Gang durch die Geschichte der botanischen Literatur und Buchillustration schildert die Erforschung der Pflanzenwelt von ihren Anfängen in der Antike bis ins 19. Jahrhundert und ihren Niederschlag in teils prachtvoll illustrierten Büchern. Der Katalog der rund 330 Pflanzenbücher aus fünf Jahrhunderten erläutert mit technischen Angaben, kurzen Beiträgen zu Inhalt, Autor und Illustration sowie mit zahlreichen Abbildungen die Besonderheit des jeweiligen Buches. Zahlreiche Querverweise zwischen dem historischen Streifzug und den Einzelbeschreibungen belegen die Reichhaltigkeit der Sammlung. Ein Autorenregister und ein Personenregister erschließen den Band. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema. Das Buch bringt dem Leser die Grundlagen heutiger Sichtweisen auf die Pflanzenwelt nahe: den Blick der Naturwissenschaft, speziell der Pharmazie, der Landwirtschaft – und der Gartenliebhaber.



Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert

(Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 2) Bearbeitet von Jutta Zander-Seidel, Daniel Hess, Frank Matthias Kammel, Ralf Schürer u.a. Nürnberg 2007. 452 Seiten, 438 farbige, 21 sw Abbildungen, Festeinband, 27,5 x 22,5 cm. ISBN 978-3-936688-21-4. Preis im Museum: 39,- €, im Buchhandel 52,- € (Best.Nr. 685)

Die Mittelaltersammlung mit ihren herausragenden Kunstwerken bildet von Beginn an den Kernbereich des Germanischen Nationalmuseums. Nach grundlegender Sanierung der Ausstellungsräume präsentiert das Museum diese Werke gattungsübergreifend völlig neu. Das Konzept betont die ursprünglichen formalen und inhaltlichen Zusammenhänge und stellt die vielfältigen Verbindungen zwischen kunsthandwerklichen Objekten, Gemälden, Skulpturen, farbigen Glasfenstern, Textilien, Bauteilen, Münzen und Siegeln heraus. Aus mitunter überraschenden Zusammenstellungen ergeben sich aufschlussreiche Einblicke in Denkweisen und Mentalitäten mittelalterlicher Menschen. Der reich illustrierte Begleitband vermittelt einen fundierten Blick auf die Neuaufstellung.



Johannes Grützke und Christoph Haupt, China. Episoden aus der Geschichte

(Edition GNM, Bd. 1). Künstlerbuch mit 20 farbigen Originalgraphiken, im Handsatz gesetzt, in der Druckwerkstatt des Germanischen Nationalmuseums gedruckt. Nürnberg 2006. 36 Seiten, 20 Farblinolschnitte, Schuber, 36 x 26 cm. Gesamtauflage 130 Expl., Verkaufsauflage 100 Expl., Subskriptionspreis bis 30.6.2007 € 250,–, ab 1.7.2007 € 290,–.

Der bedeutende Berliner Maler Johannes Grützke und der Nürnberger Künstler Christoph Haupt machen sich im ersten Buch der „Edition GNM“ Gedanken über den Wachstumsmarkt China. Sie berichten in dieser literarischen Erstveröffentlichung witzig und hintersinnig über Merkwürdigkeiten, Eitelkeiten, Traditionen und natürlich über die Frauen aus dem Reich der Mitte.
Seinen besonderen Reiz erfährt dieses großformatige Künstlerbuch durch die in den Text integrierten Originalgraphiken, zwanzig über Tonplatten gedruckte Linolschnitte. Grützkes herrliche, durchweg figurativen Bildfindungen kleiden seine Gedanken in Geschichten, die durchaus wahr zu sein scheinen. Haupt sucht in seinen Bildern, die Personen aus dem sie umgebenden Handlungszusammenhang zu lösen, um ihr Dasein an sich darzustellen; seine Graphiken gewinnen besonders durch ihre Farbigkeit.

Bestellungen bitte an:
Germanisches Nationalmuseum
Herrn Dr. Johannes Pommeranz
Kornmarkt 1
D–90402 Nürnberg



Heidi A. Müller, Good Houskeeping – A Domestic Ideal in Miniature. The Nuremberg Doll Houses of the 17th Century in the Germanisches Nationalmuseum.

Translation into English by Sarah C.D. Slenczka. Nuremberg 2007. 136 pages, 8 b/w, 107 colored figures, hardcover, 24,5 x 17 cm. ISBN 978-3-936688-28-3. Price: € 12,50 (order number 699).

The large Nuremberg doll houses of the 17th century to which the volume is devoted represent both a singular ensemble within the collections of the Germanisches Nationalmuseum and the keystone of its toy collection. Thanks to the scope, detail and diversity of their inventory, these miniature houses offer invaluable insights into the cultural history of the 17th century. By focusing on characteristic furnishings and drawing comparisons to both the Nuremberg burgher house and surviving material culture, the author seeks to demonstrate and interpret the relationship of the doll houses and their contents to contemporary domestic reality. Of pivotal significance is the Stromer Doll House of 1639 whose inventory of more than 1000 mostly original furnishings provides a superb impression of a complete burgher household of the period.

Bestelladresse:
Germanisches Nationalmuseum
Rechnungsstelle
Postfach 11 95 80
D-90105 Nürnberg
Fax +49-911-1331-244
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