Ausstellungen

 

      

Mit Milchbrei und Rute

Familie, Schule und Bildung in der Reformationszeit
Sonderausstellung in der Mittelalterhalle
17. November 2005 bis 5. März 2006

Familie, Schule und Bildung sind zentrale Schlagworte der aktuellen öffentlichen Diskussion. Die Befunde der PISA-Studie haben die Vorstellung von der hohen Qualität der Bildung in Deutschland erschüttert. Sinn und Zweck von Bildung und Ausbildung stehen zur Debatte. Ihr Nutzen soll an praktischen Erfolgen ablesbar sein. Dies ist heute nicht anders als in der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit.
Publikation: Daniel Hess u.a., Mit Milchbrei und Rute. Familie, Schule und Bildung in der Reformationszeit (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im GNM Bd.8), 120 S., ISBN 978-3-936688-10-8, Best.Nr.673 im Verlag des GNM, 12,50 €.

Die Anfänge der europäischen Druckgraphik

Holzschnitte des 15. Jahrhunderts und ihr Gebrauch
15. Dezember 2005 bis 19. März 2006

Die Ausstellung handelt von der Geburt eines »Massenmediums« im späten Mittelalter. Die ältesten Bilddrucke verdanken ihre Entstehung einer wachsenden Nachfrage nach privatem Besitz an religiösen Bildern. Von den massenhaft gedruckten frühen Einblattholzschnitten mit ihrer eindringlichen Bildsprache sind nur wenige erhalten. Sie gehören heute zum kostbarsten Besitz der Graphischen Sammlungen. In Zusammenarbeit mit der National Gallery of Art, Washington, und führenden Fachwissenschaftlern konzipiert und unterstützt mit hochkarätigen Leihgaben aus ganz Europa und den USA, gibt die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Frühgeschichte der Druckgraphik.
Publikation: Die Anfänge der europäischen Druckgraphik. Holzschnitte des 15. Jahrhunderts und ihr Gebrauch, bearb. v. Peter Parshall, Rainer Schoch u.a., 371 S., ISBN 978-3-936688-08-05, Preis im Museumsshop 39,80 € (Best. Nr.671, engl. Ausgabe Nr.672)

Die Macht des Silbers

Karolingische Schätze im Norden
26. Januar bis 23. April 2006

Für die politische, religiöse und künstlerische Entfaltung des Karolingischen Reiches war Silber essentiell. Kein anderer Stoff war für die materielle und repräsentative Grundlegung des neuen Imperiums im 9. Jahrhundert so wichtig. Von der Währung über die militärische Ausstattung, den Ornat und die Insignien des weltlichen und geistlichen Adels bis zum liturgischen Gerät für den Gottesdienst - für all das bildete Silber den Grundstoff, und in all dem offenbart sich die damalige Macht des Silbers. Die Ausstellung zeigt herausragende karolingische Silberwerke: Herrschaftsinsignien, Reit- und Waffenzubehör des Adels, liturgische Gefäße und Reliquiare sowie Münzschätze. Hinzu kommen kostbarer Goldschmuck und Goldprägungen aus den Hofwerkstätten der karolingischen Könige und Kaiser.

Was ist deutsch?

Sonderausstellung
zur FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2006
2. Juni bis 3. Oktober 2006

Parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft zeigt das Germanische Nationalmuseum eine freche und lebendige Ausstellung. In Hinblick auf das Motto der Weltmeisterschaft »Die Welt zu Gast bei Freunden« stellt die Ausstellung die Frage »Was ist deutsch?« in den Mittelpunkt, die in keinem deutschen Museum angemessener dargestellt werden kann als im Germanischen Nationalmuseum. In fünf Themenfeldern können die Besucher Antworten finden. Der Weg durch die Themen »Sehnsucht«, »Geist«, »Glaube«, »Charakter« und schließlich »Vaterland« streift gängige Klischees ebenso wie verblüffende Einblicke in die Geschichte, ernsthafte Probleme wie ironische Brechungen deutscher Mentalität. Zu sehen sind Werke der hohen Kunst wie auch Objekte der Alltagskultur. Doch die Ausstellung fordert den Besucher zur Interaktion auf, bringt ihn dazu, eigene Antworten auf die Leitfrage zu geben.
Publikation: Begleitpublikation und Tagungsband sind leider vergriffen!

Heisse Kufen

Schlittenfahren: Repräsentation, Vergnügen, Sport
16. November 2006 bis 11. März 2007

Die Ausstellung thematisiert das Schlittenfahren als kulturgeschichtliches Phänomen im deutschen Sprachraum vom 16.Jahrhundert bis zur Gegenwart. Anhand von Schlitten, Gemälden und Graphik, aber auch kunsthandwerklichen Arbeiten des 16. bis 20. Jahrhunderts werden Aspekte beleuchtet, die zu wesentlichen gesellschaftlichen und kulturellen Komponenten menschlichen Zusammenlebens im Winterhalbjahr gehören.
Besonderes Schwergewicht liegt auf der mit Schlitten und Schlittenfahrten verbundenen höfischen und patrizischen Repräsentation, einschließlich der Funktion und Bedeutung von Hofbildhauern auf diesem Gebiet. Daneben wird der Schlitten als Transportmittel, Utensil der Sport-, Vergnügungs- und Freizeitkultur, aber auch als metaphorisches Vehikel untersucht.
Publikation: Frank Martthias Kammel, Heiße Kufen - Schlittenfahren: Repräsentation, Vergnügen, Sport (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 10). Nürnberg 2007. 176 S., 33 sw, 135 farbige Abb., ISBN 978-3-936688-22-1. Preis im Museumsshop und im Buchhandel 12,50 € (Best.Nr. 686).

Eisvogel trifft Klapperschlange

Zinnfiguren und Kinderbücher in der Aufklärung
30. November 2006 bis 22. April 2007

Die Ausstellung zeigt frühe Zinnfiguren vom Ende des 18. Jahrhunderts, die als anschauliche Ergänzungen zu lehrhaften Sachbüchern für Kinder mit naturkundlichen und ethnographischen Themen in der Zeit der Aufklärung geschaffen wurden. Im Mittelpunkt stehen »Zwölf Geschenke an die Jugend«, die der Buchhändler Friedrich Christoph Dreyßig zusammen mit bemalten Zinnfiguren von Johann Ernst Fischer aus Halle herausbrachte. Die etwa 350 gezeigten Exponate stammen aus Beständen des Germanischen Nationalmuseums und aus mehreren europäischen Privatsammlungen.

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Vor- und Frühgeschichte

Die neue Schausammlung ab 19. Oktober 2006

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg hat am 19. Oktober 2006 seine neu gestaltete Schausammlung zur Vor- und Frühgeschichte eröffnet. Weltberühmte Objekte wie der Goldkegel von Ezelsdorf-Buch oder die Adlerfibel von Domagnano erhalten damit eine Präsentation, die ihrer Bedeutung angemessen ist. In den neu gestalteten historischen Räumen können nach vierjähriger Umbauzeit mehr Exponate als je zuvor gezeigt werden. Über 2 600 Objekte vom Faustkeil der Steinzeitmenschen bis zu den Gräbern der Merowinger führen 200 000 Jahre kulturgeschichtliche Entwicklung in Mitteleuropa vor Augen. Verbreitungskarten, eine Zeitleiste und verschiedene Modelle erleichtern den Besuchern die zeitliche und räumliche Zuordnung.

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Verborgene Schönheit

Spätgotische Schätze aus der Klarakirche in Nürnberg
10. Mai bis 5. August 2007

St. Klara, die ehemalige Klosterkirche der Franziskanerinnen, gehört mit ihrem spätromanischen Ostchor zu den ältesten architektonischen Monumenten Nürnbergs. Als Wirkungsstätte der Äbtissin Caritas Pirckheimer, einer der herausragenden Persönlichkeiten der Reformationszeit, ist sie weithin bekannt. Die kunsthistorische Bedeutung von Bauwerk und mittelalterlicher Ausstattung ist dagegen weit weniger im Bewusstsein. Erstmals werden diese Bildwerke nun als wichtige Zeugnisse der Nürnberger und fränkischen Spätgotik gewürdigt. Eine facettenreiche Präsentation setzt zauberhafte Madonnen und prächtige Flügelaltäre mit ihren farbenfrohen Gemälden, Figuren und Reliefs in Szene und lenkt den Blick auf eine Blütezeit von Kunst und Kloster um 1500. Die Ausstellung ist der Beitrag des Germanischen Nationalmuseums zum 1000jährigen Jubiläum des Erzbistums Bamberg.

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Weltberühmt und heiss begehrt

Möbel der Roentgen-Manufaktur in der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums
8. Februar 2007 bis 10. Februar 2008

Anlass der Ausstellung ist der 200. Todestag von David Roentgen. Mit seinem Namen und dem seines Vaters Abraham Roentgen verbindet sich deutsche Möbelkunst des Rokoko und Klassizismus von allerhöchster Qualität. Das Germanische Nationalmuseum besitzt einige exklusive Objekte aus der Roentgen-Werkstatt. Sie werden in neuem Umfeld präsentiert, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse bereichert und unter neuen Aspekten betrachtet. Sämtliche Möbel sind frei von allen Seiten zu zugänglich. Sofern restauratorisch vertretbar, sind die Schreibtische geöffnet, so dass auch das ansonsten verborgene Innenleben sichtbar wird.

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Matisse Jazz

Das Musée Matisse zu Gast in Nürnberg
18. Juli bis 4. November 2007

Henri Matisse ist international der berühmteste französische Künstler des 20. Jahrhunderts. »Im Grunde gibt es nur Matisse«, schrieb bereits Pablo Picasso. Matisse gehört bis heute zu den Publikumslieblingen. Obwohl Henri Matisse schon 1908 seine erste Ausstellung in Deutschland hatte und auf seinen Reisen mehrfach in München und in Nürnberg Station machte, sind seine Werke in deutschen Museen kaum vertreten. MATISSE JAZZ ist die erste Einzelausstellung zu Matisse in Nürnberg überhaupt. Möglich wird die Ausstellung durch eine Kooperation des Germanischen Nationalmuseums mit dem Musée Matisse in Nizza, wo Matisse seine letzten Lebensjahrzehnte verbrachte. Hier entstanden einige seiner schönsten und persönlichsten Werke: die großformatige, farbenfrohe Suite »Jazz« (1947) und das Künstlerbuch »Pasiphaé« (1943), inspiriert von der antiken Welt des Mittelmeers. Sie stehen im Zentrum der Ausstellung.
Publikation: Anja Grebe, Matisse JAZZ. Das Musée Matisse zu Gast im Germanischen Nationalmuseum. Begleitheft zur Ausstellung. 88 Seiten, 32 sw, 39 farbige Abb. Broschur, 21 x 20 cm. ISBN 978-3-936688-27-6. Preis im Museumsshop: € 7,80, Preis im Buchhandel: € 10,– (Best.Nr. 697).
Foto: Musée Matisse, Nizza

Goldglanz und Silberstrahl

Nürnberger Goldschmiedekunst aus Meisterhand
20. September 2007 bis 13. Januar 2008

Ein Geschenk für die Gemahlin des Kaisers gab man im 16. Jahrhundert ganz selbstverständlich bei Nürnberger Goldschmieden in Auftrag. Auch der Kaiser selbst und mit ihm zahlreiche Fürsten und wohlhabende Bürger bedienten sich der Fertigkeiten der Nürnberger, die lange Zeit zu den gefragtesten Gold- und Silberschmieden Europas zählten. Das Germanische Nationalmuseum widmet diesem faszinierenden Thema die erste umfassende Ausstellung seit 20 Jahren. Meisterwerke und Meisterstücke, Geschmeide und Schmuck, Pokale und Tafelgerät aus europäischen und überseeischen Sammlungen zeigen Virtuosität und Genialität der Nürnberger Goldschmiede. Anschaulich werden die Breite der Produktion wie auch die Nürnberger Spezialitäten. Die Wege der Herstellung werden nachvollzogen, die Grundlagen der Ausbildung und die Arbeitsbedingungen werden vor Augen geführt. Edle Materialien und überragendes Kunsthandwerk dokumentieren einen im Sinne des Wortes glanzvollen Bereich der europäischen Kunstgeschichte.

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Codex Aureus

Das Goldene Evangelienbuch von Echternach
22. November 2007 bis 30. März 2008

Der »Codex Aureus«, das »Goldene Evangelienbuch von Echternach« gehört zu den bedeutendsten Bücherschätzen des Mittelalters und zu den Publikumsmagneten im Germanischen Nationalmuseum. Der Codex wurde ausschließlich in Goldtinte geschrieben – daher der Name »Codex Aureus«. Er entstand um 1040 in der Benediktinerabtei Echternach bei Trier, dem wichtigsten Skriptorium der Salierzeit.
Der »Codex Aureus« gehört zu den am reichsten verzierten Handschriften des Mittelalters, keine Seite ist ohne Bildschmuck geblieben. Zusammen mit seinem von Kaiserin Theophanu und König Otto III. gestifteten Prunkdeckel steht dieser außergewöhnliche Prachtcodex in einer Reihe mit den bedeutendsten Handschriften der Ottonisch-Salischen Buchkunst.
Die Ausstellung präsentiert das »Goldene Evangelienbuch« auf der Grundlage neuester kunsthistorischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie weisen dem Codex eine Schlüsselrolle in der Buchmalerei des 11. Jahrhunderts zu. Das besondere Highlight: Durch regelmäßiges Umblättern werden im Laufe der Ausstellung alle Bild- und Zierseiten des Originals gezeigt.

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Tier + Mensch

3. April bis 4. Mai 2008

Als Haustier verniedlicht, als mythologisches Wesen vergöttlicht, als Nutztier zum Fleischlieferanten degradiert: Der Mensch pflegt ein wechselvolles und oft widersprüchliches Verhältnis zum Animalischen. Seine wilde Unberechenbarkeit fasziniert den Menschen genauso wie sein menschenähnliches Verhalten. Schon die ersten, von Menschenhand geschaffenen Bilder zeigen bevorzugt Tiere: Pferde, Hirsche oder Auerochsen schmücken etwa die Höhlen von Lascaux und Altamira. Seitdem hat der Mensch nicht aufgehört, Tiere im Bild festzuhalten. Auch in der zeitgenössischen Kunst spielt das komplexe Phänomen Tier eine zentrale Rolle.
Die Ausstellung »Tier+Mensch«, die im Germanischen Nationalmuseum in Kooperation mit dem Nürnberger »Galeriehaus« entsteht, zeigt Positionen junger Künstler aus der Bundesrepublik zu diesem Thema. Im Medium der Videokunst, Installation, Fotografie, Skulptur und Malerei wird der bestehende Umgang mit dem Animalischen kritisch hinterfragt und die Möglichkeit eines künftigen Miteinander zwischen Mensch und Tier erörtert.

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Der Liebe Spiel

Zur Neupräsentation des »Spieleteppichs« in der Schausammlung Mittelalter
verlängert bis 13. April 2009

Der »Spieleteppich« ist ein herausragendes Zeugnis der Textilkunst um 1400. Seit dreißig Jahren wurde er aufgrund seines gefährdeten Zustands nicht mehr ausgestellt. Im Rahmen der Neupräsentation der Mittelalter-Sammlung wurde der Teppich im Germanischen Nationalmuseum restauriert und kann jetzt wieder gezeigt werden.
Ähnlich wie Wandmalereien diente der Behang der festlichen Ausgestaltung weltlicher Räume. Das Bildprogramm kleidet die Beziehung von Mann und Frau, ein variantenreiches Thema der mittelalterlichen Minnedichtung, in Spielszenen. Erotik und Sexualität spielen dabei eine zentrale Rolle. Fangen, Stoßen, Reiten, Fesseln und intime Berührungen kennzeichnen das Tun im Umfeld der Minneburg, während Spruchbänder das Geschehen erläutern. Die Ausstellung führt in die Bildwelt ein und dokumentiert die Restaurierungsarbeiten.

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100 Meisterzeichnungen

Aus der Graphischen Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg
6. März bis 8. Juni 2008

Jeder kennt das Selbstbildnis des jungen Dürer, der - den Kopf in die Hand gestützt - mit großen Augen fragend in den Spiegel blickt. Die mit raschen Federstrichen skizzierte Zeichnung, die in keiner Dürer-Monographie fehlt, gehört zu den Kostbarkeiten der Graphischen Sammlung der Universität in Erlangen.
Unter Kennern gilt dieser Bestand als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen altdeutscher Zeichnungen. Das Germanische Nationalmuseum stellt eine Auswahl von 100 Hauptblättern vor - darunter herausragende Meisterzeichnungen von Dürer, Altdorfer, Huber, Baldung Grien und Cranach.

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Heilige und Hasen

Bücherschätze der Dürerzeit
10. Juli bis 12. Oktober 2008

Um 1500 blühte in Nürnberg die Buchkultur gleich in mehrfacher Hinsicht: Albrecht Dürer schuf seine Holzschnittfolgen des Marienlebens und der Apokalypse ursprünglich als große gebundene Bücher. Buchmaler wie Albrecht und Nikolaus Glockendon oder Jakob Elsner statteten Prachthandschriften mit wertvollen Miniaturen aus. Und humanistisch orientiertes Bürgertum und Patriziat trugen gewaltige Privatbibliotheken zusammen, manche galten gar als »Bücherfresser«. In der Ausstellung wird erstmals die Bandbreite des buchkünstlerischen Schaffens der Dürerzeit beleuchtet. Sie lässt den Bücher-Boom dieser Epoche mit seinen herausragendsten Beispielen neu entstehen. Erlesene Buchmalereien und seltene Dürer-Bände lassen materielle Pracht, wechselseitige Einflüsse, aber auch den steten Modernisierungsprozess des Mediums lebendig werden. Viele Handschriften und Drucke werden erstmals öffentlich ausgestellt. Erkenntnisgewinn für die Forschung verspricht vor allem die Zusammenführung bislang nie vergleichend präsentierter Buchmalereien, deren Authentizität und Zusammengehörigkeit nun neu bewertet werden kann.

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Faszination Meisterwerk

Dürer, Rembrandt, Riemenschneider
15. Oktober 2004 bis 25. Januar 2009

Die bedeutendsten Meisterwerke der Museumssammlung von der Dürerzeit bis zum Barock werden in einer einzigartigen neuen Sichtweise präsentiert. Das Museum stellt seine großen und kleinen Meisterwerke auf die Probe und fragt: Was macht ein Kunstwerk zum Meisterwerk? Und wer macht es zum Meisterwerk? Die innovative Schau zeigt alles, was Rang und Namen hat: Werke von Albrecht Dürer, Hans Holbein, Albrecht Altdorfer, Lukas Cranach, Hans Baldung Grien, Rembrandt, Tilmann Riemenschneider, Peter Vischer und Ignaz Günther, außerdem die kostbarsten Preziosen des Kunsthandwerks. Die spannende Fragestellung verspricht nicht nur das glanzvolle Erlebnis großer Kunst, sondern auch ein neues Bewusstsein für deren Qualität.
Publikation: Faszination Meisterwerk. Bearb. v. Frank Matthias Kammel, Barbara Dienst, Daniel Hess, Ralf Schürer, Jana Stolzenberger und Jutta Zander-Seidel unter Mitarbeit von Petra Krutisch, Herrmann Maué und Johannes Willers. 232 S., ISBN 978-3-936688-02-3, Best.Nr. 659 im Verlag des GNM, € 18,-

Enthüllungen

Restaurierte Kunstwerke von Riemenschneider bis Kremser Schmidt
19. Oktober 2008 bis 25. Januar 2009

Drei Monate lang präsentiert das Germanische Nationalmuseum die Ergebnisse eines vierjährigen Restaurierungsprojektes: 21 hochrangige Gemälde und Skulpturen namhafter Künstler wurden kunsttechnologisch untersucht und restauriert. Der Großteil der Kunstwerke stammt aus der Renaissance, darunter Arbeiten so bedeutender Meister wie Tilman Riemenschneider und Albrecht Altdorfer, des Landshuter Malers Hans Wertinger, des Ulmer Bildschnitzers Daniel Mauch sowie Martin Johann Schmidts, genannt Kremser Schmidt, des herausragenden Malers des Spätbarock in Österreich. Die Kunstwerke zeigen sich nun nicht allein in »neuem Glanz«. Zahlreiche spektakuläre Ergebnisse der kunsttechnischen Untersuchung führten gemeinsam mit kunsthistorischen Forschungsergebnissen zu spannenden, bisher unbekannten Einblicken in die Geschichte der Objekte, ja zu wesentlichen Neubewertungen. Die Präsentation wird anlässlich des 25jährigen Bestehens der Ernst von Siemens Kunststiftung gezeigt.

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Kunst und Kalter Krieg

Deutsche Positionen 1945 - 1989
28. Mai bis 6. September 2009

Zum 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland zeigt das Germanische Nationalmuseum eine große Jubiläums-Schau. Werke von Joseph Beuys, Bernhard Heisig, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Via Lewandowsky, Wolfgang Mattheuer, A. R. Penck, Gerhard Richter, Willi Sitte, Werner Tübke und Wolf Vostell sind Ausdruck der unterschiedlichen Menschenbilder in Ost- und Westdeutschland. Rund 320 Gemälde, Skulpturen, Videoinstallationen, Grafiken und Fotografien verdeutlichen aber auch, dass die ideologische Kluft, die BRD und DDR voneinander trennte, von einigen Künstlern überbrückt wurde.
Eine Produktion des Los Angeles County Museum of Art (LACMA) in Zusammenarbeit mit der Kulturprojekte Berlin GmbH.
Die Ausstellung wird großzügig gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, dem Auswärtigen Amt und dem National Endowment for the Arts. Hauptsponsor in Nürnberg: Nürnberger Versicherungsgruppe, Co-Sponsor: BMW Niederlassung Nürnberg.

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Der Allererste Struwwelpeter

5. Juli bis 30. September 2009
Spielzeugsammlung des GNM

Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg besitzt seit 1902 das Urmanuskript des Struwwelpeter von 1844. Anlässlich des 200. Geburtstags seines Schöpfers bringt der Verlag des Germanischen Nationalmuseums einen vollständigen Nachdruck in zwei Versionen heraus: einen leicht vergrößerten für Kinder und einen im Originalformat, ergänzt durch zehn wissenschaftliche Aufsätze zu Geschichte, Wirkung und Nachleben des Struwwelpeter.
Zum Erscheinen der beiden Bücher zeigt das Germanische Nationalmuseum in einer Studioausstellung in der Spielzeugsammlung neben dem vollständigen Nachdruck einige Zeichnungen Hoffmanns und allerlei Interessantes und Kurioses zum Thema, darunter Spielsachen aus der Zeit um 1900 und einige frühe Raubdrucke.

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Plakativ!

Produktwerbung im Plakat
19. November 2009 bis 11. April 2010

Die Warenwelt Europas steht im Mittelpunkt der großen Sonderausstellung. Sie legt ihren Schwerpunkt auf die Geschichte und Wirkungsweise der Plakatwerbung. Mit 350 Plakaten namhafter Marken wie Coca-Cola, Persil und anderen eröffnet das Germanische Nationalmuseum sein »imaginäres Warenhaus«. In spannungsreicher Kulisse werden die Warenwelten der Lebensmittel, des Haushalts, der Kosmetik, der Medien und der Freizeit vorgestellt. Zu entdecken gibt es neben Klassikern des Grafik-Designs auch weniger bekannte Plakate. Die Besucher erfahren Interessantes über die Werbestrategien großer Marken von A wie Agfa bis Z wie Zündapp.
Die »Nürnberger Plakatsammlung« ist eine Dauerleihgabe des GfK Vereins und der Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft an das Germanische Nationalmuseum.
Publikation: Plakativ! Produktwerbung im Plakat 1885–1965. Bearbeitet von Yasmin Doosry. Ostfildern 2009. 576 Seiten, 23 sw, 375 farbige Abb. Museumsausgabe: Broschur, 28 x 22 cm, ISBN 978-3-936688-46-7. Preis: € 38,– (Best.Nr. 717).

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Wunderbare Bücherwelten

Moderne Druckkunst aus Hamburg
10. Dezember 2009 bis 11. April 2010

Unter den Künstlern Hamburgs stellen die Buchkünstler der Hansestadt eine kleine, aber interessante Gruppe dar, der bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Anfänge der Hamburger Buchkunst gehen von der Akademie im Lerchenfeld aus, in der Johannes Schulz, Richard von Sichowsky, Otto Rohse und Roswitha Quadflieg gewirkt haben. Sie stehen für den klassischen Zweig im Pressendruck. Daneben treten aber gleichberechtigt Werke von Künstlern wie den Rixdorfern, die häufig unter Verwendung einfachster Materialien und unter schwierigsten äußeren Bedingungen entstanden sind. Ausgehend von diesen beiden Polen werden überwiegend aus den Beständen der eigenen Bibliothek etwa 100 Exponate im Germanischen Nationalmuseum zu sehen sein. Ausgestellt werden Bücher mit Originalgraphik, Einzelblätter aus Mappenwerken sowie Zustandsdrucke, die überwiegend dem 20. Jahrhundert angehören und zur Metropolregion Hamburg einen Bezug haben.
Publikation: Johannes Pommeranz: Wunderbare Bücherwelten. Moderne Druckkunst aus Hamburg, 207 Seiten und 118 Abbildungen 27,60 Euro im Museumsshop, im Buchhandel 36,80 Euro, ISBN 978-3-936683-42-9.

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