Heldenreise - auf einen Blick

Sonderausstellung über die „Heldenreise“ im Germanischen Nationalmuseum

Ob Alltagshelden, der Superheld im Kino oder die Helden unserer Kindheit – Helden haben die Menschheit schon immer beschäftigt. Denn seit jeher dienen Helden als Vorbilder. Für die meisten Heldengeschichten hat sich ein bestimmtes Muster entwickelt, das sowohl in antiken Texten, als auch in diversen Hollywood Filmen zu finden ist – die Heldenreise. Wer mehr darüber erfahren will, sollte die Sonderausstellung „Helden, Märtyrer, Heilige“ von April 2019 bis Oktober 2020 im Germanischen Nationalmuseum besuchen.

Die älteste Heldenreise

Im Spätmittelalter war die wohl bekannteste Heldenreise die von Christus und seinen ihm folgenden Märtyrern und Heiligen. Die Geschichte erzählt die perfekte Heldengeschichte, von der Berufung bis hin zur Aufopferung. Dazwischen liegen verschiedene Bewährungsproben und Begegnungen mit Feinden. Am Ende steht die Auferstehung als endgültiger Triumph. Diese Heldenreise dient auch heute noch als Vorbild für verschiedene Blockbuster aus Hollywood. Nicht nur deshalb lohnt es sich, mehr über deren Ursprung zu erfahren.

Wann, wie, wo?

Die Ausstellung „Helden, Märtyrer, Heilige“, kurz Heldenreise, kann man von 11. April 2019 bis 4. Oktober 2020 besuchen. Die Sonderausstellung hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 21 Uhr. Montags ist das Museum geschlossen. Insgesamt besteht die Ausstellung aus einem Prolog und drei Sektionen. Zu Beginn geht es um die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies, welches mithilfe der Helden wiedergewonnen werden soll.

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Christus wird als wichtigster Held vorgestellt, durch dessen Tod das Paradies wieder erreichbar wurde. Sektion eins stellt Christus komplette Heldenreise dar, Sektion zwei zeigt die Situation unmittelbar nach der Reise im Paradies und Sektion drei verdeutlicht, wie die Vermittlung im Paradies zwischen Gott und den Menschen verlief. Die Sektionen werden von unterhaltsam gestalteten Mediastationen ergänzt und die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet.

Geschichte in Gemälden und Skulpturen verewigt

Im Spätmittelalter wurden die Heldentaten in Bildern festgehalten. Die Ausstellung zeigt anhand berühmter Skulpturen und Gemälde, wie die Menschen ihre Glaubenswelt und die Identifikation mit Helden, Märtyrern und Heiligen illustrierten. Denn sie dienten als Vorbild für die Menschen, wieder ins Paradies zu gelangen, das der Menschheit durch den Sündenfall verloren gegangen war.

Über das Germanische Nationalmuseum

Das größte kulturhistorische Museumdes deutschen Sprachraums befindet sich in Nürnberg und besteht aus insgesamt 23 Sammlungen, einem historischen Archiv, dem Deutschen Kunstarchiv, einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek mit über 650.000 Bänden sowie dem Institut für Kunsttechnik und Konservierung. Neben den Dauerausstellungen gibt es wechselnde Sonderausstellungen wie aktuell zum Thema „Helden, Märtyrer, Heilige“ im Spätmittelalter.