Wissenschaftliche Erschließung der Objektbestände

Dank seiner vielfältigen und umfangreichen Spezialsammlungen ist das Germanische Nationalmuseum in der Lage, auf der Basis originaler Sachzeugnisse eine umfassende Deutung unterschiedlichster Lebensformen in der Gesellschaft vorzunehmen. Dies trifft im besonderen Maße auf das 19. Jahrhundert zu, zumal das 1852 gegründete Museum selbst ein „Kind“ dieses Jahrhunderts ist, jener Epoche also, in der die von Umbrüchen und Entwicklungsschüben, aber auch von Widersprüchen und Rückschritten gekennzeichnete Moderne ihren Anfang nahm. Wie lässt sich eine so heterogene Epoche adäquat ausstellen?

Der kulturgeschichtlichen Programmatik des Museums entsprechend, werden in diesem Teilprojekt die drei exemplarisch ausgewählten Themen anhand der museumseigenen Bestände erforscht und für eine abteilungsübergreifende Präsentation vorbereitet.

Weltausstellungen

Als „Vereinigung von panoramatischem Blick und enzyklopädischem Dokumentationswissen“ (Jürgen Osterhammel) bilden die seit 1851 durchgeführten Weltausstellungen die Epoche des 19. Jahrhunderts gleichsam als Mikrokosmos ab. Das Thema Weltausstellungen bündelt eine Fülle von kulturgeschichtlichen Aspekten des 19. Jahrhunderts und ist somit für eine (und bisher einmalige) Präsentation in einer Dauerausstellung geradezu prädestiniert.

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Medienexplosion

Im Zuge der Industrialisierung entstanden in einem enorm beschleunigten Tempo neue Kommunikationsmittel und -strukturen, die Wahrnehmungsweisen und ästhetische Normen tiefgreifend veränderten. Mit dieser „Medienexplosion“ wurde im 19. Jahrhundert die Basis für die zeitgenössische Mediengesellschaft gelegt. Damit schlägt das Thema eine Brücke in die heutige Zeit und bietet den Besuchern die Möglichkeit kulturgeschichtliche Sachverhalte nachzuvollziehen.

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Musikkultur

Im 19. Jahrhundert übernahmen zusehends bürgerliche Kreise die Pflege von Kunst und Kultur. In fast jeder Stadt entstanden Gesang- und Musikvereine – öffentliche Konzerte, Musikfeste und private Hausmusik sind bis heute Grundlage unseres Musiklebens. Die Industrialisierung veränderte im 19. Jahrhundert auch das Instrumentarium: Die Blechbläser erhielten moderne, aus dem Maschinenbau abgeleitete Ventilsysteme, mit deren Hilfe sie alle Töne der chromatischen Skala erreichen können; Klavierbauer nutzten Gusseisen und Aluminium, Flötenbauer Kautschukprodukte.

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