Materialität im Kontext – Die bayerische und österreichische Tafelmalerei des Spätmittelalters

Die dritte Phase des Forschungsprojektes zur Tafelmalerei des Spätmittelalters widmet sich den Beständen der bayerischen und österreichischen Tafelmalerei in der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums. Im Fokus steht damit ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung. Die Bestände werden erstmals umfassend kunsttechnologisch untersucht. Neben den verwendeten Materialien sowie den handwerklichen und künstlerischen Techniken spielen dabei auch spätere Veränderungen und Alterungsprozesse eine wichtige Rolle. Darüber hinaus werden Objektzusammenhänge mit Hilfe kunsttechnologischer Erkenntnisse überprüft und gegebenenfalls verifiziert.

Die erarbeiteten Befunde der systematischen, kunsttechnologischen Untersuchungen werden – aufbauend auf den Ergebnissen vorangegangener Projektphasen – in den Kontext der Gemäldetechnologie des deutschen Sprachraums gestellt und tragen so zur Verdichtung und Differenzierung der technischen Kunstgeschichte im Sinne einer Entwicklungs- und Verbreitungsgeschichte technologischer Merkmale bei. Gleichzeitig sind sie ein wichtiger Grundstein für den dritten Band der Bestandskataloge zur Malerei des Spätmittelalters am GNM, der dann auch die Ergebnisse der (kunst-)historischen Forschung einbeziehen wird.

Die Ergebnisse des kunsttechnologischen Projekts werden in einer Abschlusspublikation veröffentlicht und ausgewählte Forschungsdaten, darunter das technische Bildmaterial, der Allgemeinheit in der Online-Publikation des Gesamtprojektes zur Verfügung gestellt. Die Datenbank bietet für jedes Objekt neben ausgewählten Forschungsdaten und den Unterlagen und Ergebnissen der durchgeführten Analysen das vollständige Bildmaterial mit Infrarotreflektogrammen, Röntgenbildern, UV-, Gesamt-, Detail- und Makroaufnahmen sowie erläuternden Kartierungen und digitalen Rekonstruktionsmodellen zerstörter Objektzusammenhänge.

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ProjektmitarbeiterInnen

Dr. Benno Baumbauer(Sammlungsleiter Gemälde bis 1800 und Glasmalerei)
Dr. Beate Fücker (Kunsttechnologin) Projektleitung
Josefine Kramer M.A. (Wissenschaftl. Hilfskraft)

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Objekte des Forschungsprojekts