Neubau Tiefdepot und Technikzentrale

Das bisher größte Bauprojekt des GNM in diesem Jahrhundert!
Für die weitere Sanierung des Gebäudebestandes des Museums ist der Bau eines unterirdischen fünfgeschossigen Tiefdepots mit Technikzentrale im Großen Klosterhof von zentraler Notwendigkeit.


Dieses ist langfristig als Dauerdepot für verschiedene Sammlungsbestände ausgelegt. Für diese Nutzung wurde 2012 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunsttechnik und Konservierung ein Detailkonzept entwickelt, das insbesondere auch die wissenschaftliche Nutz- und Erschließbarkeit der deponierten Bestände sicherstellt. Einbezogen wurden dabei auch Überlegungen zur Gesamtstrukturierung aller vorhandenen Depotflächen.

Wegen der Verzögerungen durch Skelettfunde im Großen Klosterhof und der Durchführung eines gerichtlichen Beweisverfahrens aufgrund aufgetretener Schwierigkeiten bei der Erstellung der Bohrpfahlwand hat sich der Bauzeitenplan verschoben.

Gebäudedaten
Nutzfläche: 3.655 m²
Bruttorauminhalt: 28.469 m³
Gesamtbaukosten: 32.000.000 €

Planungsdaten
Planungsauftrag: 10.2012
Auftrag Ausführungsplanung: 02.2013
Beginn vorbereitende Maßnahmen: 04.2013
Beginn der Hauptarbeiten: 05.2014
Fertigstellung geplant: 2021

Baubeschreibung
Das Baufeld des Tiefdepots liegt direkt im Großen Klosterhof des Germanischen Nationalmuseums, umgeben von mittelalterlichem Kreuzgang im Norden und Osten, von ehemaliger Klosterkirche und kleinem Kreuzgang im Westen und vom Südbau im Süden. Das Gebäude, bestehend aus fünf Untergeschossen, tritt weitestgehend von außen bzw. oben nicht in Erscheinung. Das Tiefdepot enthält im 1. UG eine Technikzentrale zur Versorgung des Tiefdepots und der umliegenden Gebäude und 4 weitere Untergeschoße mit Depotnutzung. Das Tiefdepot wird im Wesentlichen über Flure vom Bestandsbau aus erschlossen.

Das Tiefdepot bietet den größtmöglichen Schutz für die Sammlungsobjekte obwohl das Gebäude ca. 11m tief im Grundwasser liegt. Um maximale Sicherheit vor Erdfeuchtigkeit und Grundwasser zu erhalten, werden alle Depots durch einen umlaufenden Flur von der Außenwand entkoppelt, er dient außerdem als zusätzlicher Klimapuffer zwischen Gebäudeaußenwänden und Depots.

Um für den Baugrubenverbau, eine überschnittene Bohrpfahlwand, die maximale Steifigkeit zu erreichen, wird das Gebäude in Deckelbauweise erstellt. D. h., dass zunächst die obersten zwei Geschoßdecken betoniert werden, um die Bohrpfahlwand auszusteifen. Anschließend wird Erdreich abgetragen und die Decke über dem 4. UG betoniert. Erst als Letztes wird dann die Bodenplatte in 20 m Tiefe hergestellt.

Im September 2019 feiern wir Richtfest.


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