Behaim-Globus

Hersteller: Martin Behaim (Entwurf), Georg Glockendon d.Ä. u.a.
Datierung: um 1491-1494
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Kugel aus diversen Verbundwerkstoffen, Deckfarbenmalerei, Gestell Schmiedeeisen, Horizontring Messing
Inventarnummer: WI1826

Was macht den Behaim-Globus so einzigartig?

Behaims „Erdapfel“ ist die älteste erhaltene Darstellung der Erde in Kugelgestalt, also der älteste Globus der Welt. Mit seinen hunderten von Piktogrammen und Ortsbezeichnungen, kleinen erzählerischen Texten, Herrscherbildern, Wappen, Fabelwesen und exotischen Tieren vermittelt der Globus ein enzyklopädisches Bild des geografischen und historischen Wissens am Ausgang des Mittelalters.

Wer wurde mit der Fertigung des Globus beauftragt?

Die Inschriften auf dem Globus nennen den Nürnberger Martin Behaim als Urheber von Bild und Text. Behaim war als Kaufmann ausgebildet, führte das unstete Leben eines Abenteurers und machte am portugiesischen Königshof Karriere, im Umfeld der großen Seefahrer und Entdecker. Mit Bemalung und Beschriftung beauftragte der Nürnberger Stadtrat – der den Globus für das Rathaus anfertigen ließ – den Buchmaler Georg Glockendon.

Warum fehlen auf dem Globus ganze Erdteile und wozu wurde er gefertigt?

Amerika sucht man auf dem Globus noch vergeblich. Japan („Cipangu“) und China („Cathaia“) liegen am Westufer des Atlantik. Denn zeitgleich mit der Anfertigung des Behaim-Globus hatte sich Christoph Kolumbus erst auf die Suche nach dem Seeweg nach Indien gemacht. Behaims Globus hatte wohl den Zweck, ähnlich weltumspannende Handels- oder Entdeckungsreiseprojekte möglichen Investoren kartografisch schmackhaft zu machen.

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