Ziegenbock

Hersteller: August Geigenberger, Johann Stöttner
Datierung: 1903
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Holz, bemalt
Inventarnummer: LGA8761

Was sucht der Ziegenbock im Kinderzimmer?

Der Ziegenbock auf Rollen war ein Reittier für Kinder, wie an der mit Jugendstilornamenten versehenen blauen Satteldecke deutlich wird. Die Farbigkeit des Tieres und seine reduzierte Formgebung sollten sowohl die kindliche Phantasie anregen als auch einen Beitrag zur ästhetischen Erziehung der Kinder leisten. Das Spielzeug stand im Kontext der Lebensreformbewegung um 1900.

Wer hat ihn entworfen?

Die Vorlage stammt vom Maler August Geigenberger. Er hatte mit verschiedenen Entwürfen an einem 1903 von Theodor von Kramer, Direktor des Nürnberger Gewerbemuseums, ausgerufenen Preisausschreiben „zur Erlangung von Entwürfen zu charakteristischen Holzspielsachen“ teilgenommen. Gefertigt wurde der Ziegenbock in der Werkstatt des Nürnberger Holzbildhauers Johann Stöttner.

Warum gab es einen Wettbewerb zur Gestaltung von Holzspielsachen?

Anhänger der alle Lebensbereiche berührenden Lebensreformbewegung äußerten sich allenthalben negativ über das massenweise industriell gefertigte Spielzeug, an dem deutlich die Ästhetik des Historismus abzulesen war. Sie forderten mittels einfacher, solider Spielsachen eine Erziehung zur ästhetischen Genussfähigkeit vom Kleinkindalter an.

Weiterführende Informationen finden Sie in der Forschungsdatenbank des GNM

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