Christoph Kolumbus und der Mythos der "Entdeckung Amerikas"

Kategorie:

Vortrag

Datum:

12.10.2017

Uhrzeit:

19:00 - 20:00 Uhr

Referent:

Prof. Dr. Heike Paul

Am 12. Oktober 1492 erreichte Christoph Columbus auf seiner Suche nach einem Seeweg nach Indien die Bahamas. Ihm war nicht bewusst, dass er auf einem Kontinent gelandet war, der für die Europäer noch gar nicht existierte. In den USA wird mit dem Columbus Day an diese „Entdeckung“ Amerikas erinnert – ein zunehmend umstrittenes Gedächtnis angesichts der dramatischen Folgen der europäischen Expansion für die indigene Bevölkerung.

In der Sonderausstellung spielt die Begegnung Europas mit der „Neuen Welt“ eine zentrale Rolle, denn sie trug entscheidend zum europäischen Weltbildwandel im 16. Jahrhundert bei. Am 12. Oktober soll daher die Rolle von Kolumbus als neuzeitlicher Gründungsfigur hinterfragt und die Folgen seines „Irrtums“ näher beleuchtet werden

Prof. Dr. Heike Paul leitet seit 2004 den Lehrstuhl „American Studies" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. In Ihrem Buch „The Myths that Made America“ (2014) beschäftigt sie sich mit den Gründungsmythen Amerikas, die bis heute identitätsstiftend wirken. Darin untersucht sie u.a. den Mythos der „Entdeckung“ Amerikas und geht der Frage nach, warum Kolumbus, der nie US-amerikanischen Boden betreten hat, zu einem nationalen Helden der der USA wurde.

Der „Columbus Day im GNM“ ist eine Kooperation des Germanischen Nationalmuseums,
des Deutsch-Amerikanischen Instituts Nürnberg und des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)

Veranstaltungsort:

Aufseß-Saal

Kosten:

Eintritt frei

Teilnehmer:

für Einzelbesucher

Teilnehmerbegrenzung:

ohne


Termin herunterladen

» Zurück zur Übersicht

GNM Highlight
aus der Dauerausstellung