Aus dem Deutschen Kunstarchiv: Ernst Weil im Ring. Ein Maler gegen den Zeitgeist

Kategorie:Vortrag
Datum:09.10.2019
Uhrzeit:19:00
Dauer:60 Minuten
Veranstaltungsort: Aufseß-Saal
Referent:Marie Christine Kremers

Keine Niederlage, weder Fronteinsätze noch schwere Krankheiten, konnte Ernst Weil davon abhalten, seinen Weg als Maler konsequent zu verfolgen. 1919 in Frankfurt am Main geboren, wurde er direkt nach dem Abitur zur Wehrmacht einberufen und an die West- und Ostfront geschickt. Gesundheitlich angeschlagen, begann er dennoch nach seiner Rückkehr Malerei in München zu studieren und wurde 1949 Meisterschüler bei Willi Geiger. Picasso riet ihm, seiner Liebe zur französischen Malerei nachzugehen, weshalb Weil 1957 nach Paris zog. Ein Boxstudio, an dessen Training er sich beteiligte, diente ihm dort als Atelier.

Doch trotz eigener Ausstellungen in Paris und einer Einzelausstellung im Picasso-Museum in Antibes blieb der erhoffte künstlerische Durchbruch in Frankreich aus. Ein Brand seines Ateliers vernichtete 1962 alle seine Bilder. Nach Nürnberg führte ihn schließlich 1965 die Annahme eines Rufs der Akademie der Bildenden Künste als Professor für freie Malerei, wo er als gewissenhafter und strenger, aber auch pädagogisch geschickter Lehrer galt.

Ernst Weil starb 1981 an einem Herzinfarkt. Aus Anlass seines 100. Geburtstags rückt der Vortrag das Zusammenspiel von Lebensstationen und Kunstwerken in den Ring der Aufmerksamkeit.

Begrüßung: Dr. Susanna Brogi

Kosten:Eintritt frei
Anmeldung: ohne Anmeldung
Teilnehmer:für Einzelbesucher

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