
Der Grundstein der heutigen, multimedialen Gesellschaft wurde im 19. Jahrhundert gelegt. Drei Phänomene verdeutlichen die beginnende Vernetzung der Welt nach 1800 ganz besonders: die epochalen Weltausstellungen, die Revolution der Medien und die Neuerungen in der Musikkultur.
Weltausstellungen waren die ersten globalen Großveranstaltungen, Umschlagplatz für neue Waren und Ideen, Orte nationaler Selbstdarstellung. Die explosionsartig wachsende Medienlandschaft erzeugte dank neuer Reproduktionsmittel eine wahre Informationsflut. Und auch Musik war im 19. Jahrhundert allgegenwärtig: sie ertönte aus bürgerlichen Salons, in neu errichteten Konzertsälen und aus Grammophon-Trichtern.
Das Germanische Nationalmuseum hat seine Bestände zum 19. Jahrhundert neu gesichtet und präsentiert zahlreiche, bisher kaum bekannte Objekte in neuen Kontexten.
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