PRIVATE PASSION – PUBLIC CHALLENGE MUSIKINSTRUMENTE SAMMELN IN GESCHICHTE UND GEGENWART

09. – 11. Mai 2017

 

 

Während Musikinstrumente auch heute von Privatpersonen begeistert gesammelt werden, so wird die Sammelleidenschaft öffentlicher Museen zumeist von vollen Depots und knappen Kassen gebremst. Ideen, die diesen Querstand für alle Beteiligten befriedigend auflösen, um Forschung und Museumsarbeit für die Zukunft zu rüsten, sind bislang Mangelware.

Beim Verkauf der Sammlung Rück an das GNM Anfang der 1960er Jahre ging in Deutschland letztmals eine Musikinstrumentensammlung dieser Größe aus Privatbesitz in die öffentliche Hand über. Wie wertvoll und reichhaltig allein dieser Sammlungsbestand ist, zeigt das laufende DFG-Projekt, in dem die Erwerbskorrespondenz Rücks für ein öffentliches Online-Portal systematisch aufbereitet wird. Mit einem Umfang von über 17.000 Dokumenten zu Ankauf, Handel und Restaurierung historischer Musikinstrumente wird die Grundlage für unzählige Fragestellungen aus unterschiedlichsten Disziplinen geboten, die weit über herkömmliche Ansätze der Provenienzforschung hinausgehen.

Dem Beispiel Rück entsprechend soll das private Sammeln von Musikinstrumenten in Geschichte und Gegenwart zentraler Angelpunkt der Tagung sein. Referate zu historischen und zeitgenössischen Sammlungen (aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz), sowie Fragen an die Musikwissenschaft bzw. deren Zukunft und damit verknüpfte Aufgaben attraktiver und angemessener musealer Präsentationen von Sammlungsbeständen werden durch Erfahrungsberichte privater Sammler ergänzt.

 

Private Passion – Public Challenge. Collecting Musical Instruments Then and Now Whereas the enthusiasm of private individuals for collecting musical instruments remains undiminished, public museums are too often restricted in their desire to augment their collections by lack of storage space and money. Ideas which might resolve these issues for all concerned and support future research and museum work are few and far between. When the Rück Collection was sold to the GNM at the beginning of the 1960s, it was the last sizeable collection of musical instruments within Germany to pass from private to public ownership. The worth and wealth of just this one collection is clearly demonstrated in the ongoing DFG project, which is systematically editing Rück’s acquisition correspondence for an online research platform. Comprising more than 17,000 documents on the acquisition, trade, and restoration of historical musical instruments, this platform will offer a knowledge base, which provides answers to questions on multidisciplinary issues, which go far beyond the usual approaches on provenance research. In keeping with Rück's example, private collecting of musical instruments then and now will form the central theme of the conference, with papers on historical and contemporary collections (in Austria, Finland, France, Germany, Italy, and Switzerland). In addition such topics as the future of musicology and related themes, such as the suitable display and function of public collections will be addressed and complemented by the experiences of private collectors.

 

Informationen zum DFG-Projekt Musikinstrument sammeln – das Beispiel Rück

 

Tagungsprogramm

 

Ort: Germanisches Nationalmuseum, Dauerausstellung Musikinstrumente
Konzeption und Organisation: Dr. Dominik von Roth, Linda Escherich M.A.
Anmeldung und Information: Ingrid Kalenda M.A.   E-Mail
Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 21. April 2017 an.

 

 

 

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Kaiser und Stadt – Nürnberger Kunst im 14. Jahrhundert

19. – 22. Januar 2017
BITTE BEACHTEN SIE DEN GEÄNDERTEN  VERANSTALTUNGSORT: Staatsarchiv Nürnberg, Kaisersaal

 

 

Aus Anlass der ersten Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung „Kaiser Karl IV. (1316–1378)“, die in Prag (Nationalgalerie, Wallenstein-Reitschule, 15. 5.–25. 9.2016) und Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum 20.10.2016 – 5. 3.2017) stattfindet, wird unter Federführung des Kuratorenteams vom GWZO Leipzig, der Nationalgalerie Prag und des Lehrstuhls für Mittelalterliche Kunstgeschichte der Otto-Friedrich-Universität Bamberg eine Tagung in Nürnberg veranstaltet. Aktuelle Forschungsfragen rund um die Themen der Ausstellung mit dem Fokus auf Nürnberg und den benachbarten Herrschaftsschwerpunkten sollen vor Ort diskutiert werden.

Tagungsprogramm

Veranstalter:
Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig e. V., PD Dr. Jiří Fajt
Lehrstuhl für Kunstgeschichte, insbesondere Mittelalterliche Kunstgeschichte, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Prof. Dr. Stephan Albrecht
Národní galerie v Praze, Generaldirektor PD Dr. Jiří Fajt
Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Ort: Staatsarchiv, Kaisersaal
Ansprechpartner:
Dr. Markus Hörsch (GWZO, Leipzig)   E-Mail

Zur Ausstellung Karl IV.

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Forum Historische Musikinstrumente: Instrumente der Stadtpfeifer

25. – 29. Januar 2017


 

Die Hochschule für Musik Nürnberg und das Germanische Nationalmuseum veranstalten jährlich ein mehrtägiges Forum, das sich in wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung einzelnen Gattungen historischer Musikinstrumente widmet.

Veranstalter: Germanisches Nationalmuseum und Hochschule für Musik Nürnberg
Ort: Germanisches Nationalmuseum, verschiedene Räume
Ansprechpartnerin: Dr. Miriam Noa   E-Mail

 

 

Hochschule für Musik Nürnberg

 

Programm Forum Historische Musikinstrumente (pdf)
Die Referenten stellen sich hier vor

 

 

GNM Highlight
aus der Dauerausstellung