LICHT UND LEINWAND. FOTOGRAFIE UND MALEREI IM 19. JAHRHUNDERT

10.05. - 09.09.2018 

Die „Geburtsstunde der Fotografie“ 1839 hat die internationale Bildwelt fasziniert und erschüttert zugleich. „Wer wird künftig malen, wenn das Daguerreotyp alle Bilder der Welt heißhungrig verschlingt?“ fragte die Wiener Satirezeitschrift Der Humorist. Die Malerei hatte ihre Aufgabe und Position neu zu bestimmen.

Die Ausstellung erzählt anhand von rund 240 Exponaten die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, geprägt von Konkurrenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. Schrittweise entwickelte sich ein neues Verständnis von Wahrheit und Wirklichkeit im Bild, das zwischen der ideellen Überhöhung und dem reinen Dokumentieren unterschied.

Für die Ausstellung wurden bislang kaum oder nie gezeigte Gemäldebestände des Germanischen Nationalmuseums aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Institut für Kunsttechnologie und Konservierung restauriert. Lange vergessene Werke u.a. von Carl Spitzweg, Emil Jakob Schindler, Lovis Corinth oder Max Slevogt werden zum Teil erstmals seit 1945 präsentiert. Ihnen stehen Fotografien u.a. von Alois Löcherer, Henry Peach Robinson, Johannes Nöhring, Martin Gerlach, Josef Maria Eder und Heinrich Kühn gegenüber.

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Gesamtprogramm zur Ausstellung 
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Videos zur Ausstellung

Mit der Kuratorin in der Ausstellung
Wie fotografierte man 1856 in der Wüste?
Malerische Fotografie
Gestreckter Galopp. Maler vs Fotograf


Objekte der Ausstellung

Hermann Biow
Alexander von Humboldt, 1847
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Aufziehendes Gewitter
Eduard Schleich d. Ä., 1850–55,
Nürnberg, GNM

Sphinx und Große Pyramide in Gizeh,
Francis Frith, 1856–1859
© Riksmuseum, Amsterdam

Aufnahme des Mondes
Lewis M. Rutherfurd, am 6. März 1865
© Hamburger Kunsthalle / bpk

Bei den Kalifengräbern
Leopold C. Müller, 1873–75
Nürnberg, GNM

Frösche in Bauch- und Rückenlage
Josef M. Eder, 1896
Wien, Albertina

Fluidale Ausströmungen einer Fingerspitze
Hippolyte Baraduc, um 1900
© Freiburg, Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene

Bildnis Charlotte Berend-Corinth
Lovis Corinth, 1912 
Nürnberg, GNM, Leihgabe der Stadt Nürnberg

Self-portrait
Joseph Byron, 1909
Museum of the City of New York


Ausstellungsimpressionen

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Lesung 07.03.2019, 19:00 Uhr

Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus

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