WEGE IN DIE MODERNE. WELTAUSSTELLUNGEN, MEDIEN UND MUSIK IM 19. JAHRHUNDERT

27.03. - 21.09.2014 

Die Moderne beginnt im 19. Jahrhundert. Vieles, was heute selbstverständlich ist, hat dort seine Wurzeln. Die Ausstellung spürt diesen Aufbrüchen nach und zeichnet das Bild einer Epoche, die keineswegs nur Geschichte ist. Sie umfasst drei Themenschwerpunkte: Weltausstellungen, die Schaufenster der damaligen Welt sein wollten, neue Medien, die den Grundstein moderner Informations- und Kommunikationsstrukturen legten und die Musik, die verfügbar und präsent wurde wie nie zuvor. Weltausstellungen: Seit 1851 zogen Weltausstellungen ein Millionenpublikum in ihren Bann. Die Nationen wetteiferten in Technik, Wissenschaft und Kunst. Pompöse Ausstellungsbauten avancierten zu Wahrzeichen der Länder. Zur Belehrung gesellte sich das Vergnügen. Auf „Amüsiermeilen“ flanierten die Besucher in exotischen Straßen und Dörfern. Zwischen Versatzstücken der Wirklichkeit und Folklore lernten sie fremdländische Speisen, Getränke und Musik kennen.

Medien: Telegramm und Postkarte ermöglichten erstmals informelle Kurznachrichten. Telegraf, Telefon und Schreibmaschine lieferten tagesaktuelle Presseberichte. Neue Reproduktionstechniken begründeten den Bildjournalismus. In einer vielfältigen Presselandschaft wurde öffentliche Meinung gebildet wie auch manipuliert. Musik: Der Weg der Musik führte zu ihrer zunehmenden Verfügbarkeit und Popularisierung. Komponisten antworteten auf politische Ereignisse. Musik diente der nationalen Identifikation. Technische Innovationen ließen Instrumente und Klangkörper größer und lauter werden, im halböffentlichen Raum der Salon- und Hausmusik dominierte das Klavier. Am Jahrhundertende machten Phonograph und Grammophon Musik und Gesang beliebig konsumierbar.

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Objekte der Ausstellung

Chaud! Chaud!
Honoré Daumier, 1837

Grammophon
1887 patentiert


Ausstellungsimpressionen

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