Der hl. Lukas malt die Madonna

Künstler: Meister des Augustiner Altars
Datierung: 1487
Material/Technik: Malerei auf Holz
Inventarnummer: Gm144

Was ist das Besondere an dieser Malerei?

Die Szene war an Feiertagen auf dem Hochaltarretabel der Klosterkirche der Augustiner-Eremiten in Nürnberg sichtbar. Mit der genauen Schilderung der räumlichen Gegebenheiten gelingt dem Maler eine präzise Erzählung der Begebenheit. Um zu zeigen, dass Lukas die Muttergottes nicht leibhaftig vor sich hatte, erscheint die Madonna im Nebenraum.

Wer war der Maler?

Der unbekannte Meister des Augustiner-Altars war der bedeutendste spätgotische Nürnberger Tafelmaler vor Dürer. Sein Notname bezeichnet sein Hauptwerk. Seine hohe künstlerische Qualität zeigt sich in Erzählfreude, Kolorismus, räumlichen Konstellationen und präzisen Landschaftsschilderungen seiner Werke.

Was sagt das Gemälde über das späte 15. Jahrhundert?

Die Szene vermittelt einen Eindruck von der bildhaften Erzählkultur als einer wichtigen Facette kirchlicher Ausstattungsstücke: Zwei verschiedene Räume im Bild trennen Maler und Modell, so dass kein Blickkontakt möglich ist und verdeutlichen damit die dem malenden Evangelisten zuteil gewordene Erscheinung. Die Perspektive der Zimmer und Landschaften zeigt außerdem das Ringen um die möglichst genaue Wiedergabe der Natur. Symbolgehalt und an der Wirklichkeit orientierte Aspekte verschmelzen in einem für die Zeit eigentümlichen Maße.

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