Diolen-Modelle

Datierung: 1963
Entwerfer: Emilio Pucci, Roberto Capucci und Pierre Cardin
Material: Diolen-Wollstoff
Inventarnummer: T7703 + T7675 + T7676

Was ist Diolen?
Diolen ist eine Polyesterfaser, die von den Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG in Wuppertal erfunden und hergestellt wurde. Stoffe aus diesen Fasern waren besonders knitterarm, bügelfrei, waschbar und formbeständig.

Sind diese Kleider typisch für ihre Zeit?
Die Kleider stammen aus einer 1963 Musterkollektion, die so genannte Anregungsmodelle zeigte. Sie sind sehr gut geschnitten und zeigen eine klare, einfache Linienführung. Typisch ist etwa die Schleifendekoration am orangefarbenen Jumperkleid. Auch der weich fallende Rückenausschnitt am schwarzen Cocktailkleid aus Diolen-Jersey, nach einem Entwurf des italienischen Modeschöpfers Roberto Capucci ist charakteristisch für die Abendmodelle der frühen 1960er Jahre.

Wie kamen diese Modelle ins Museum?
Die Modelle wurden für Modenschauen in Berlin, München und Düsseldorf genutzt, um die Kundinnen für die Diolen-Stoffe zu begeistern. Außerdem wurden die Kleider von namhaften Fotografen für Anzeigen in Modezeitschriften fotografiert. Danach konnten diese Musterkleider von einer Mitarbeiterin der Werbeagentur, die die Fotokampagne durchführte, erworben werden. Sie schenkte sie 1998 ans Germanische Nationalmuseum.