Handbüchse von Burg Tannenberg

Datierung: vor 1399
Material/Technik: Bronze, gegossen, gefeilt
Inventarnummer: W2034

Was ist eine Handbüchse?

Handbüchsen sind sehr frühe Feuerwaffen. "Hand", weil sie im Gegensatz zu großen Büchsen, also frühen Kanonen, von nur ein oder zwei Mann herumgetragen und bedient werden konnten; "Büchse", weil die frühesten Exemplare in ihrer gedrungenen Form zeitgleichen Kochtöpfen oder Behältern aus Bronze ähnelten. Das Stück im unserem Besitz ist schon etwas gestreckter, also fast ein "Rohr" (so die spätere Bezeichnung).

Was ist an dieser Handbüchse so besonders?

Auf welche Art und welchen Wegen Feuerwaffen und Schießpulver nach Europa kamen, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Ursprünglich stammt die Technologie wohl aus China. Die Europäer entwickelten sie dann aber seit dem frühen 14. Jahrhundert mit großer Energie weiter. Es existieren nur wenige frühe Feuerwaffen, und von diesen ist die Büchse aus Tannenberg die älteste, die zusätzlich aufgrund ihrer Fundumstände zeitlich genau zugeordnet werden kann.

Was wissen wir über Herkunft und Einsatz dieser Waffe?

Diese frühe Feuerwaffe stammt aus der 1399 zerstörten Burg Tannenberg (Hessen). Die Burg, ein Raubritternest, wurde selbst von einer sehr viel größeren Feuerwaffe, einer Steinbüchse oder Bombarde, in Schutt und Asche gelegt. Die Handbüchse, aus Bronze gegossen und ursprünglich auf einen Holzstock montiert, war dagegen leicht und tragbar und wurde wahrscheinlich zur Verteidigung der Mauern verwendet.

Weiterführende Informationen finden Sie in der Forschungsdatenbank des GNM

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