HANS BURGKMAIR (1473-1531): STERBEBILD DES CONRAD CELTIS (1459-1508)

Datierung1508
Ort: Augsburg

Material/Technik: Holzschnitt
Inventarnummer: H7491

Welche Funktion hatte das Porträt?
Um seinen Nachruhm bemüht, gab der Humanist Conrad Celtis bereits zu Lebzeiten ein Holzschnitt-Porträt in Auftrag.

Wie möchte der Dargestellte der Nachwelt in Erinnerung bleiben?
Der „gekrönte Dichter“ Celtis präsentiert sich im Typus eines antiken Epitaphs, umgeben von seinen literarischen Werken.

Wozu gehörte die Tafel?
Das Gemälde war ursprünglich Teil des klappbaren rechten Flügels eines Altaraufsatzes. Dieser Aufsatz bestand aus einem schmalen, hohen Schrein, in den eine heute verlorene Figur, wahrscheinlich die hl. Klara, eingestellt war. Die an der Schreinrückwand befestigten Flügel umschlossen die Skulptur seitlich und vorn. Wurden die Flügel an Festtagen geöffnet, waren die Figur und mehrere Szenen aus dem Leben der hl. Klara, einschließlich der Darstellungen von Tod und Krönung, zu sehen. Geschlossen zeigte das Retabel weitere Episoden der Klara-Legende.