"Messer, Gabel und Löffel", Fotografie nach Originalen im Königlichen Museum und Deutschen Gewerbemuseum

KünstlerEduard Mey
Datierung1868/79
Material/Technik: Fotografie, Albuminpapier
Inventarnummer: HB32122, Kapsel 1208

Warum hat das Museum Fotografien gesammelt?

Fotografien wurden nicht als Kunstwerke gesammelt, sondern frühzeitig als Dokumentationsmedium genutzt. Neben Nachzeichnungen, Abschriften und anderen Reproduktionen waren sie Bestandteil umfangreicher „Sammlungen in Mappen“, die für alle Sammlungsbereiche angelegt und den Museumsbesuchern zugänglich gemacht wurden.

Woher kamen die Reproduktionen?

Fotografien wurden oft unter Museen als Vergleichsmaterial ausgetauscht. Das Germanische Nationalmuseum ließ zudem extra dafür angestellte Mitarbeiter Bibliotheken, Privatsammlungen und andere Museen systematisch nach Abbildungen durchsuchen, die sie dann abzeichneten. Zum Teil wurden auch nur interessante Details erfasst, wenn sie kulturhistorisch aussagekräftig waren.

Wofür diente diese Abbildungssammlung?

Die Abbildungen dienten als Anschauungsmaterial aller Objekte, die das Museum nicht im Original besaß. Die Sammlung entsprach dem Anspruch des Museumsgründers, sämtliche Quellen zur deutschsprachigen Kunst und Kultur zu erfassen. Zum leichteren Auffinden wurden sie nach einer von Aufseß entwickelten Systematik im sogenannten Bilderrepertorium sortiert und verzeichnet.