SKIZZE FÜR EINE ARBEITERWOHNUNG IN DER GARTENSTADT HELLERAU, DRESDEN, UM 1906

Künstler: Richard Riemerschmid
Datierung: 1906
OrtDresden
Inventarnummer: Riemerschmid, Richard, I,B-251, 1906_11_21 © VG Bild-Kunst 2018

Was macht den Bestand von Richard Riemerschmid zu einem besonderen Nachlass?
Richard Riemerschmid zeichnete sich durch Vielseitigkeit und Interdisziplinarität in seinem Schaffen aus. Er wurde am 20. Juni 1868 in München geboren, besuchte die Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitete anschließend als freischaffender Künstler und Architekt. Er war Mitbegründer der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk und des Deutschen Werkbundes. Er leitete die Kunstgewerbeschule in München und war Professor und Direktor der Kölner Werkschulen. Richard Riemerschmid gestaltete nicht nur kunstgewerbliche Stücke wie Möbel, Tapeten, Stoffe und Gegenstände aus Glas und Porzellan, sondern schuf als Architekt außerdem einen Entwurf für den Innenausbau der Münchner Kammerspiele und einen Bebauungsplan der Gartenstadt Hellerau (heute Dresden).

Inwiefern wird der Zugang zu den Archivalien durch eine Neuverzeichnung für die Öffentlichkeit erleichtert?
Zum einen vereinfacht die Neuverzeichnung die Recherche im Deutschen Kunstarchiv vor Ort. Zum anderen ermöglicht die Eingabe der Daten in die für Archive konzipierte elektronische Datenbank, dass die gesuchten Archivalien schneller und weiträumiger gefunden werden können, da diese Software über eine Exportfunktion verfügt, mit deren Hilfe die Daten zu einem späteren Zeitpunkt in höher gelegene Archivportale eingespeist werden können wie beispielsweise in das für Nachlassarchive eingerichtete Verbundsystem Kalliope, in das in Aussicht gestellte, bislang noch nicht eingerichtete Archivportal des Bundesarchivs Apenet oder in das Portal von Europeana. Somit ist die künftige, langfristige Präsenz dieses Projektes in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft nach archivischen Standards gewährleistet. Damit kann sowohl das wissenschaftliche Fachpublikum als auch die breite Öffentlichkeit Einsicht in die Verzeichnisse nehmen.