Der Abstieg Christi in die Hölle

Künstler: unbekannt
Datierung: um 1356
Ort: geschaffen für die Frauenkirche in Nürnberg
Material/Technik: Glas, Blei, farbige Hüttengläser, Schwarzlotmalerei, Bleiruten
Inventarnummer: MM97

Christi Höllenfahrt – eine Geschichte aus der Heiligen Schrift?

Nein. Sie stammt aus dem so genannten Nikodemus-Evangelium, das erst etwa 350 Jahre nach der Bibel entstand. Sehr bald diente die ausführliche und bildhafte Schilderung als Vorlage für Künstler. Das Glasgemälde zeigt eine Szene daraus: Christus befreit Eva aus dem Schlund der Hölle.

Was macht denn Christus in der Hölle?

Christus fährt nach seinem Kreuzigungstod hinab in die Unterwelt. Dort besiegt er den Tod und lässt den Teufel in der Hölle fesseln. Außerdem befreit Christus nun alle dort eingeschlossenen gerechten Seelen, begonnen mit Adam und Eva, und führte sie mit sich ins Paradies.

Gibt es ein Entkommen aus der Hölle?

Im christlichen Verständnis gilt: einmal in der Hölle, immer in der Hölle. Immerhin gilt dasselbe für den Himmel bzw. das Paradies. Wer einmal das Himmelreich erlangt, darf dort ewig verweilen. 


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